Miteinander gehen – Paarbeziehungen Jugendlicher

»Wie soll ich ihr sagen, dass ich sie liebe?«, »Ich brauche einfach mehr Freiheit!«, »Ich weiß nicht, ob ich mit ihm schlafen soll.« – ein kurzer Blick in das Online-Angebot der Zeitschrift Bravo zeigt deutlich, dass Liebe, Sexualität und Partnerschaft eine sehr wichtige Rolle im Leben von Jugendlichen einnehmen, aber auch mit einigen Unsicherheiten und Risiken verbunden sind. Aktuelle bundesdeutsche Daten belegen beispielsweise, dass immer mehr Jugendliche ihren ersten Geschlechtsverkehr relativ früh erleben und dass insbesondere die Jüngeren unter ihnen häufiger ungeplant den ersten Geschlechtsverkehr haben (BZgA 2006). Dieser Beitrag beschäftigt sich mit Besonderheiten von Liebesbeziehungen im Jugendalter: mit ihrer Entwicklung, ihrem Problempotenzial und den Unterschieden zu Partnerschaften Erwachsener.

Wie entwickeln sich Liebesbeziehungen im Jugendalter? Stufen und Phasenmodelle

Furmans Rahmenkonzept zur Erklärung der Entwicklung von Liebesbeziehungen (Furman/Wehner 1997) geht davon aus, dass erste Liebesbeziehungen in der frühen Adoleszenz primär dazu dienen, die Interaktion mit dem anderen Geschlecht zu erlernen und einzuüben sowie erste sexuelle Erfahrungen zu machen. Dabei stehen die Beschäftigung mit dem eigenen Selbst und dem Peerstatus, der mit einem Liebespartner verbunden ist, im Vordergrund. Die Befriedigung der Bedürfnisse nach Anschluss und Sexualität rückt in einer späteren Phase in den Mittelpunkt der Partnerschaft, wobei das Anschlussbedürfnis auch in Freundschaftsbeziehungen erfüllt wird und Auslöser für die Aufnahme von intimen Beziehungen zu Gleichaltrigen ist. Erst ab der späten Adoleszenz übernimmt der Partner, die Partnerin auch die Funktion als Bindungs- und Fürsorgeperson, die bis dahin den Eltern vorbehalten bleibt.
Ähnlich geht Brown (1999) davon aus, dass in der »initiation«-Phase zunächst die Rolle als Partner in einer romantischen Beziehung in das Selbstkonzept integriert werden muss und grundlegende Fähigkeiten im Umgang mit dem anderen Geschlecht erworben werden. Die Beziehungen in dieser Phase sind eher oberflächlich und kurz. In der »status«-Phase verschiebt sich der Fokus vom Selbst auf die Peergruppe, in deren Rahmen sich Paarbeziehungen typischerweise abspielen und in der mithilfe des Liebespartners Beliebtheit und Status errungen werden. Für die »affection«-Phase geht Brown bereits von einem gefestigteren Selbstkonzept bei Jugendlichen aus, das es ihnen erlaubt, intensivere und ernsthaftere Beziehungen riskieren zu können. Die Liebesbeziehungen werden in dieser Phase als emotional und sexuell befriedigender beschrieben. In der »bonding«-Phase müssen die Heranwachsenden die Leidenschaft aus der »affection«-Phase mit pragmatischen und persönlichen Belangen anreichern, um eine wirklich reife Partnerschaft zu entwickeln, die durch Langfristigkeit und stärkere Verbindlichkeit gekennzeichnet ist. Diese Phase dürfte nicht vor dem jungen Erwachsenenalter erreicht werden.

Auch Connolly und Goldberg (1999) beschreiben eine Entwicklung von anfänglicher Verliebtheit (»initial infatuation«) über Partnerschaften mit primär affiliativen Motiven (»affiliative romantic relationships«) hin zu einem Stadium stärkerer Intimität (»intimate romantic relationships«) und schließlich vermehrter partnerschaftlicher Verbindlichkeit (»committed romantic relationships«).
Der Aufbau von Partnerschaften geht mit einer zunehmenden Individuation von den Eltern einher. In Liebesdingen werden vor allem Gleichaltrige als Ratgeber herangezogen.

Freundschaftsbeziehungen stellen dabei ein »Übungsfeld« für die Gestaltung von engen Beziehungen dar und dienen dem Erwerb von Beziehungskompetenzen (z.B. Scharf/Mayseless 2001). Neben engen Freundschaftsbeziehungen spielt auch das Peernetzwerk eine große Rolle: So erhöht eine größere Anzahl an gegengeschlechtliche Peers in der Gleichaltrigengruppe die Wahrscheinlichkeit, eine Liebesbeziehung zu haben (Connolly u.a. 2000).

Wie gestalten Jugendliche ihre Partnerschaft?

Partnerschaftsstatus
Je älter die Jugendlichen werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie eine Partnerschaft haben: So befinden sich einer deutschen Längsschnittstudie zufolge im Alter von 13 Jahren 40% der Befragten in einer Partnerschaft, mit 21 Jahren dann 67% (Seiffge-Krenke 2003). Mit 18 Jahren hatten jedoch auch immerhin 16,3% der Befragten einer repräsentativen Studie in den USA keine Partnerin beziehungsweise keinen Partner innerhalb der letzten 18 Monate (Carver u.a. 2003).

Die erste Verabredung, das erste Verlieben und der erste Zungenkuss erfolgen im Alter von 13 bis 14 Jahren, das erste Petting und der erste Geschlechtsverkehr mit 15 bis 16 Jahren (Plies u.a. 1999). Gymnasiastinnen und Gymnasiasten haben signifikant seltener eine Partnerschaft als Jugendliche auf niedrigeren Bildungswegen (z.B. Wendt/Walper 2006).

Insgesamt ist davon auszugehen, dass neben dem chronologischen Alter die biologische Reifung einen nicht unwesentlichen Einfluss auf die Aufnahme einer Partnerschaft hat: Je länger die Jugendlichen die Geschlechtsreife erreicht haben, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie bereits Geschlechtsverkehr (Kluge 1998) und damit häufig auch erste Partnerschaften hatten.

Dauer und Stabilität
Im Laufe des Jugendalters nimmt die Dauer der geführten Partnerschaften zu: So belegt eine Längsschnittstudie eine Steigerung der Partnerschaftsdauer von durchschnittlich 3,9 Monaten im Alter von 13 Jahren hin zu 21,3 Monaten mit 21 Jahren (Seiffge-Krenke 2003).

Mit höherem Alter steigt auch die Stabilität der Partnerschaften im Jugendalter: Während bei den unter 14-Jährigen nach etwa einem Jahr nur noch 21,2% der Partnerschaften fortbestehen, sind es bei den über 15-Jährigen 57,6% (Carver u.a. 2003). Jugendliche haben dabei im Vergleich zu jungen Erwachsenen ganz erwartungsgemäß ein höheres Trennungsrisiko (Wendt/Walper 2008), das diesen Daten zufolge jedoch beträchtlich sinkt, wenn sie über 1,5 Jahre eine Beziehung führen.

Gemeinsame Zeit
Jüngere Jugendliche treffen ihre Partner häufig in der »Clique« und verbringen noch nicht so viel Zeit als Paar allein (Feiring 1996). Während unter den 14-Jährigen nur 37,6% der Paare schon einmal allein ausgegangen sind, sind es bei den über 15-Jährigen 76,4% (Carver u.a. 2003). Im Vergleich zu Jugendlichen aus den USA verbringen deutsche Jugendliche jedoch mehr Zeit mit ihren romantischen Partnerinnen oder Partnern als mit Freunden (Flammer u.a. 1999), was auch mit den in den USA stärker formalisierten Dating-Abläufen zusammenhängen könnte.

Sogenannte »sozial-romantische Freizeitaktivitäten« wie tanzen gehen oder telefonieren, bieten den Jugendlichen eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zum anderen Geschlecht und begünstigen eine frühere Aufnahme von Liebesbeziehungen (Silbereisen/Wiesner 1999). Aber auch in einer Liebesbeziehung sind im Jugendalter vor allem soziale Aktivitäten mit dem Partner, der Partnerin, wie Shoppen, Tanzen oder Essen gehen beliebt, während erst im jungen Erwachsenenalter die aktive gemeinsame Freizeitgestaltung, beispielsweise durch gemeinsamen Sport, zunimmt (Menken 2008).

Gemeinsamkeit und Autonomie
Jüngeren Jugendlichen ist besonders das »Offen-miteinander-reden-Können« wichtig (Plies u.a. 1999). Sie betonen die Wichtigkeit von Gemeinsamkeit in der Beziehung (»gemeinsame Aktivitäten«, »wenig Streit«) (Fleer u.a. 2002), lehnen jedoch eine dauerhafte gegenseitige Verpflichtung ab (Feiring 1996). Ältere Jugendliche und junge Erwachsene wünschen sich hingegen Dauerhaftigkeit, Geborgenheit, sexuelle Erfüllung und Treue (Plies u.a. 1999), betonen aber auch die Bedeutung von Freiräumen in der Partnerschaft (Fleer u.a. 2002). Dies weist auf den Wunsch der älteren Jugendlichen nach einer gleichberechtigten Beziehung hin.

Intimität
Wenn Jugendliche mit steigendem Alter eine längere feste Partnerschaft etablieren können, wachsen emotionale Intimität und gegenseitige Unterstützung (Seiffge-Krenke 2003). Ebenso steigen mit höherem Alter die Fähigkeiten im Umgang mit romantischem Stress wie Eifersucht, Verlustängsten (Nieder/Seiffge-Krenke 2001) und Konflikten (von Salisch/Seiffge-Krenke 2008).
Mädchen berichten über stärkere emotionale Intensität, Bindung, Selbstenthüllung und Unterstützung in ihren Partnerschaften, aber auch über mehr Eifersucht im Vergleich zu Jungen (z.B. Shulman/Scharf 2000). Eine Auswertung der Intimität in vertraulichen Gesprächen von jungen Liebespaaren zeigt jedoch, dass sich Mädchen und Jungen in ihrer Selbstöffnung nicht unterscheiden (van Hekken u.a. 2000).

Jugendliche weisen im Vergleich zu Erwachsenen merklich stärkere emotionale Unsicherheiten auf, in dieser Studie als Angst vor Liebesverlust und Ambivalenzen gegenüber dem Partner oder der Partnerin konzeptualisiert (Walper u.a. 2008). Jungen im Jugendalter fühlen sich nachweisbar unsicherer in romantischen Belangen als Mädchen, wobei ihnen insbesondere die Kommunikation romantischer Inhalte, wie etwa ein Date abzulehnen oder der Partnerin gegenüber Wünsche zu äußern, Schwierigkeiten bereitet (Giordano u.a. 2006).

Negative Partnerschaftserfahrungen

Zwar bieten Liebesbeziehungen im Jugendalter die Chance, positive Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht zu sammeln und damit wichtige Beziehungskompetenzen sowie ein positives Selbstbild von sich als liebenswerten und kompetenten Liebespartner zu entwickeln (Furman/Shaffer 2003). Allerdings gibt es nicht nur positive Erfahrungen mit Liebe, Sexualität und Partnerschaft im Jugendalter. So zeigt eine deutsche Studie, dass sexuelle Gewalterfahrungen unter Jugendlichen weitverbreitet sind (Krahé 1999): Bei den hier befragten Mädchen (Durchschnittsalter 18 Jahre) gehörten zu den häufigsten Gewalterfahrungen durch verbale Druckausübung zum Petting genötigt zu werden und der Versuch, durch die Verabreichung von Alkohol und Drogen zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu werden, wobei diese beiden Verhaltensweisen auch von den männlichen Befragten (die in dieser Studie ausschließlich als potenzielle Täter befragt wurden) als häufigste Form der Zwangsausübung genannt wurden. Immerhin 6,3% der Mädchen erlebten einen erzwungenen Geschlechtsverkehr. Als Risikofaktoren für Viktimisierungserfahrungen, aber auch für das Ausüben sexueller Gewalt, konnten Missbrauchserfahrungen in der Herkunftsfamilie, Minderwertigkeitsgefühle sowie eine uneindeutige Kommunikation sexueller Absichten (hier »nein sagen, aber ja meinen«, oder »ja sagen, aber nein meinen«) identifiziert werden, wobei insbesondere der letztere Faktor einen wichtigen Ansatzpunkt zur Prävention von Gewalterfahrungen darstellt (Krahé 1999).
Jugendliche müssen in ihrem Liebesleben auch mit emotional schwierigen Situationen umgehen können wie etwa mit unerwiderten Gefühlen, der Entscheidung, wie weit man sich emotional und sexuell auf den Partner oder die Partnerin einlassen will, Untreue oder der Trennung. Diese Faktoren werden, abhängig von personalen Faktoren wie Selbstwert, Alter, Bewältigungsstilen oder dem Bindungsstil, mit der Entwicklung depressiver Symptome im Jugendalter in Verbindung gebracht (Welsh u.a. 2003).

Ganz allgemein konnte ein Zusammenhang zwischen Überinvolviertheit in romantische Beziehungen, hier als Anzahl der bisherigen Partnerinnen und Partner konzeptualisiert, und einem schlechteren psychosozialen Wohlbefinden im Alter von 16 Jahren gefunden werden (Zimmer-Gembeck u.a. 2001): Viele Partnerschaften im Jugendalter hingen mit mehr internalisierenden und externalisierenden Problemen sowie geringeren Schulleistungen und negativeren Selbsteinschätzungen zusammen. Allerdings zeigen deutsche Befunde auch, dass die Aufnahme und Intensivierung einer Liebesbeziehung dem Selbstwertgefühl von Jugendlichen zugutekommen kann (Walper 1991) und in Liebesdingen erfahrene Jugendliche sich als sozial kompetent, gut aussehend und sozial gut eingebettet einschätzen (Fend 2000).

Fazit

In diesem Beitrag wurde versucht, die Besonderheiten
junger Paarbeziehungen aufzuzeigen. Aktuelle Entwicklungsmodelle gehen davon aus, dass sich die Partnerschaften im Laufe des Jugendalters zunehmend intensivieren. Im Idealfall erwerben die Jugendlichen Partnerschaftskompetenzen, die ihnen stabile und zufriedenstellende Partnerschaften im Erwachsenenalter ermöglichen.

Der Rede von der »Generation Porno« (arte, 1.6.2008) und »Deutschlands sexueller Tragödie« (Siggelkow/Büscher 2008), die eine emotionale Verwahrlosung der jungen Generation feststellt, kann entgegengehalten werden: Trotz aller sexuellen Liberalisierungsprozesse spielt sich die Mehrzahl der sexuellen Kontakte im Jugendalter nach wie vor in einer festen Partnerschaft ab (BZgA 2006) und Partnerschaft, Freundschaft und Familie stehen nach wie vor ganz oben in der Werteskala der Jugendlichen in Deutschland (Shell Deutschland 2006). Die Mehrheit der Jugendlichen meistert damit die Herausforderung, stabile und zufriedenstellende Beziehungen aufzubauen, gut. Hilfreich scheint dabei die Fähigkeit, auch negative Beziehungserlebnisse als positive Lernerfahrung umzudeuten (Größ 2008).

Melanie Größ, Eva-Verena Wendt

Literatur

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Autorinnen

Dr. phil. Melanie Größ
Dr. phil. Melanie Größ, Pädagogin M.A., ist seit Februar 2007 an der Universität der Bundeswehr München als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Sie promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München im Rahmen des DFG-Projekts »Familien in Entwicklung«. Im Mittelpunkt der Promotion stand der Einfluss von Herkunftsfamilie, Geschlecht und subjektivem Beziehungslernen auf Partnerschaften Jugendlicher und junger Erwachsener. Weitere Forschungs schwerpunkte sind das Geschlechterverhältnis, der Individuationsprozess in der Adoleszenz sowie Folgen von Trennung und Scheidung.

Dr. phil. Eva-Verena Wendt
Dr. phil. Eva-Verena Wendt, Diplom-Psychologin, ist seit 2004 an der Ludwig-Maximilians-Universität München als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. In ihrer Promotion beschäftigte sie sich im Rahmen des DFG-Projekts »Liebesbeziehungen im Jugend- und jungen Erwach senenalter« mit der Verbindung sexueller und emotionaler Intimität in jungen Partnerschaften. Weitere Forschungsschwerpunkte sind intergenera tionale Familienbeziehungen, Geschwisterbeziehungen, Transmissionsprozesse in Familien sowie die Entwicklung in Trennungs- und Stieffamilien.
 

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