BORDERNET: Vernetzung von HIV/Aids- und STD-Angeboten an den Außengrenzen der EU

Im Rahmen des Modellprojekts BORDERNET werden in vier Regionen an den Außengrenzen der EU grenzüberschreitende Netzwerke aufgebaut oder gestärkt, die in den Bereichen HIV/Aids-Prävention, -Diagnostik und -Behandlung aktiv sind. Die Autorinnen berichten über Ziele und erste Erfolge von BORDERNET.

Das transnationale Projekt BORDERNET will in definierten Modellregionen Angebote zur Prävention, Diagnostik und Therapie von HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (STD = Sexual Transmitted Diseases) grenzüberschreitend fördern und gestalten. Den Hintergrund für dieses von der EU (Abteilung Gesundheit und Verbraucherschutz1) für drei Jahre geförderte Projekt bilden die EU-Osterweiterung, die insbesondere in Osteuropa besorgniserregende Ausbreitung von HIV und die besonderen Gegebenheiten in Grenzregionen, die im Folgenden kurz erläutert werden.

Hintergrund

Zwischen den alten und neuen Mitgliedstaaten der Europäischen Union bestehen große Unterschiede in kultureller, wirtschaftlicher und gesundheitspolitischer Hinsicht. Zum Beispiel gilt das Wohlstandsgefälle zwischen Deutschland und Polen als eines der größten weltweit zwischen zwei benachbarten Staaten. Auch die Strukturen im Gesundheitswesen sind sehr verschieden. Dies betrifft auch den Bereich der STD einschließlich Aids. Während von den öffentlichen Gesundheitsdiensten in allen bisherigen und zukünftigen EU-Ländern kostenlose und anonyme Aidstests angeboten werden, sind in zahlreichen Ländern Untersuchungen auf viele STD kostenpflichtig und nicht anonym möglich. Während zu HIV und Aids dank der Bemühungen von WHO, UNAIDS und EU in allen Ländern zumindest auf nationaler Ebene vergleichbare Statistiken geführt werden, fehlen in den meisten Ländern belastbare Daten zu vielen weiteren STD. Sowohl die Infektionsgefährdung als auch die gesundheitlichen Folgen von STD werden in vielen Ländern Europas von der Bevölkerung systematisch unterschätzt.
Grenzbereiche von Ländern sind darüber hinaus besondere, durch die Grenze geprägte Lebensräume. Insbesondere attraktive Märkte und Dienstleistungen locken zahlreiche Menschen über die Grenzen. Arbeitsemigrantinnen und -emigranten wechseln zum Teil täglich von einer Seite zur anderen. Insbesondere entlang der polnisch/deutschen und tschechisch/deutschen Grenze haben sich Prostitutionsszenen im großen Stil angesiedelt, die die regionalen Gesundheitseinrichtungen beiderseits der Grenzen überfordern. Grenzregionen sind deshalb zu Recht als besondere Regionen ausgewiesen.

Modellregionen im Rahmen von BORDERNET

Entwicklung des Modellprojektes

Mit dem Beitritt zentraleuropäischer Länder zur Europäischen Union im April 2004 eröffneten sich grundlegend neue Möglichkeiten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Vor diesem Hintergrund beauftragte eine Arbeitsgruppe aus deutschen und polnischen Expertinnen und Experten unter Federführung des deutschen Bundeslandes Brandenburg bereits im Herbst 2003 die SPI-Forschung gGmbH, ein Pilotvorhaben zu entwickeln, das die Prävention von HIV/Aids und STD in diesen Regionen verbessert und auf die Besonderheiten der Regionen um die alten und neuen EU-Außengrenzen eingeht. Das Modellprojekt BORDERNET wird über einen Zeitraum von drei Jahren (2005 bis 2008) je zur Hälfte von der EU (Abteilung Gesundheit und Verbraucherschutz), dem deutschen Bundesministerium für Gesundheit, den Bundesländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, der Wojewodschaft2 Zachodniepomorskie, der Universität von Zielona Gora (Lubuskie) und weiteren Institutionen in Österreich, Slowakei, Italien und Slowenien gefördert.

Ziel und Zweck des Modellprojektes

Vier Modellregionen3 verbinden beiderseits der Grenzen vergleichbare Ebenen miteinander, zum Beispiel Bundesländer (Deutschland) mit Wojewodschaften (Polen). Die Arbeitsschritte der Projekte in den Modellregionen werden in einem Step-by-step-Verfahren auf andere, sogenannte „Tandemregionen" an den neu entstehenden EU-Außengrenzen übertragen.
BORDERNET hat sich den Aufbau und die Stärkung von grenzüberschreitenden, regional definierten Netzwerken in den Bereichen HIV/Aids- und STD-Prävention, -Diagnostik und -Behandlung zur Aufgabe gemacht. Die Angebote sollen auf diese Weise verbessert und in ihren Standards und Strukturen angeglichen werden. Das Modellprojekt begrenzt sich auf Regionen, ist darüber hinaus aber breit angelegt, das heißt es beinhaltet modellweite Datensammlung, Koordination und Austausch ebenso wie Entwicklung von gemeinsamen (Präventions-) Angeboten und Standards wie auch Intervention in einigen wenigen, genau umrissenen Feldern. Eine einheitliche Dokumentationsstruktur wird unter Verwendung von gemeinsam entwickelten Dokumentationsinstrumenten erstellt.
Um den Besonderheiten der einzelnen Modellregionen gerecht zu werden, wurden neben gemeinsam in allen Regionen durchzuführenden Maßnahmen auch Möglichkeiten geschaffen, besondere Vorhaben nur regional umzusetzen.

Vorhaben im Rahmen von BORDERNET:

  • Bildung und Pflege von grenzüberschreitenden regionalen Netzwerken zur Anpassung und Verbesserung von Prävention, Diagnostik und Therapie von HIV/Aids und STD
  • Entwicklung einer vergleichbaren Datenerhebung für einige wichtige STD (z.B. Syphilis, Gonorrhö, Chlamydien und HIV/Aids) auf Grundlage der bereits in Deutschland vom Robert-Koch-Institut (RKI)4 durchgeführten Sentinelerhebung5
  • Befragung ausgewählter, als besonders vulnerabel6 angesehener Zielgruppen (z. B. grenzüberschreitende mobile Populationen, Drogengebraucher/-gebraucherinnen, Prostituierte und Prostitutionskunden) zu Kenntnissen (HIV/Aids und STD), Präventionsverhalten und Zugang zum gesundheitlichen Hilfesystem
  • Weiterentwicklung von Präventionsangeboten allgemein und für spezielle Zielgruppen
  • Verbesserung und Vereinheitlichung der Diagnostik (HIV und STD)
  • Verbesserung und Vereinheitlichung von Beratung zu HIV/Aids und STD nach den Methoden von VCT (Voluntary Counseling and Testing)7

Die Aufgaben in den jeweiligen Modellregionen orientieren sich an den Notwendigkeiten, die das im Projekt implementierte jeweilige binationale regionale Lenkungsgremium ermittelt und festlegt. Für diesen Prozess werden möglichst alle wichtigen Akteurinnen und Akteure vor Ort einbezogen
(siehe Beispiel „JugendFilmTage", S. 26).

Stand der Arbeit

BORDERNET hat bereits die Hälfte der Projektlaufzeit bewältigt. Viele grundlegende Strukturen wurden geschaffen, dennoch sind so viele Einzelmaßnahmen zu etablieren, dass von einem Abschluss der „Aufbauphase" keine Rede sein kann. Vielmehr starteten einige der Vorhaben erst in diesem Jahr, und es ist Teil der Konzeption von BORDERNET, dass bis zum Schluss immer neue Teilvorhaben ins Leben gerufen werden. Dieser „Research-in-Action"-Prozess beinhaltet die kurzfristige Rückkoppelung von Ergebnissen in die Praxis und will auf diese Weise zur schrittweisen Verbesserung von Maßnahmen und Angeboten beitragen. Ende Februar 2006 wurde ein erster Zwischenbericht vorgelegt, der auch auf der BORDERNET-Website (www.bordernet-spi.de) eingesehen und heruntergeladen werden kann.

Grenzüberschreitende Vernetzung

Bisher haben mehr als 130 Institutionen in den vier Modellregionen an BORDERNET-Aktivitäten teilgenommen, darunter nicht staatliche und staatliche Organisationen, Projekte, Gesundheitsämter und -zentren, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Kliniken und Verantwortliche aus Gesundheitspolitik und -verwaltungen. Die Beteiligung weiterer Einrichtungen und Projekte ist zu erwarten (siehe Beispiel „Erweiterte Netzwerke", S. 26).

  • JugendFilmTage

    Das Mobile Aufklärungs-Team zu Sexualität und Aids (MAT), dem die regionale Koordination obliegt, schlug vor, die bereits 2005 in Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich durchgeführten JugendFilmTage (JFT) der BZgA8 in der Grenzregion mit den polnischen Partnerinnen und Partnern erneut durchzuführen. Die BZgA unterstützte diesen Vorschlag und reagierte sehr schnell. In ihrem Auftrag fand schon im Mai dieses Jahres mit Sinus-Büro für Kommunikation ein grenzüberschreitender Workshop statt. Er war eng mit dem Projekt BORDERNET verzahnt und forderte direkt deutsch-polnische Kooperationspartner kommunaler und freier Träger zur Mitwirkung auf. In dem Workshop wurden lokale Angebote rund um die JFT präsentiert, den speziellen Anforderungen in den Grenzregionen angepasst und die regionale Konzeptentwicklung fachkompetent begleitet.
    Das Konzept sieht vor, im Zeitraum November 2006 bis Juni 2007 in vier grenznahen Städten - Stettin, Wolgast, Greifswald und Swinemünde - die Filmtage unter der Koordination des MAT zu realisieren. Hierfür sollen die in den einzelnen Regionen oft sehr unterschiedlichen Strukturen und Netzwerke genutzt und erprobt werden. Dabei spielt die polnisch-deutsche Zusammenarbeit eine zentrale Rolle. Erfahrungen innerhalb dieses Projekts sollen wiederum als Modell für andere grenzüberschreitende Aktivitäten dienen.
  • Erweiterte Netzwerke

    In der Modellregion 1, speziell in Mecklenburg-Vorpommern, bestanden schon vor dem Projekt BORDERNET durch die seit 1991 landesweite Präventionstätigkeit des MAT Strukturen der Zusammenarbeit mit gesundheitsfördernden Institutionen. Hierzu gehören die Unikliniken Rostock, die vier AIDS-Hilfen des Landes, das Projekt „Abendrot", die Gesundheitsämter und das Landesamt für Gesundheit und Soziales. Dieses funktionierende Netz konnte durch BORDERNET weiter ausgebaut werden. Im Rahmen der Sentinelerhebung knüpfte das MAT beispielsweise neue Kontakte zu niedergelassenen Ärztinnen/Ärzten wie Gynäkologinnen/Gynäkologen und Dermatologinnen/Dermatologen sowie Klinikpersonal.
    Durch zielgerichtete Recherchen und schriftliche Befragungen konnten im präventiven Handlungsfeld in Mecklenburg-Vorpommern neue Partnerinnen und Partner gewonnen und schon bestehende Kontakte genutzt beziehungsweise erweitert werden. Damit entstand im ersten Jahr von BORDERNET ein festes Fundament für künftige Projektvorhaben, auch im grenzüberschreitenden Raum.
    Für das Netzwerk der Nachbarregion Zachodniepomorskie konnten ebenfalls Partnerinnen und Partner aus staatlichen und nicht staatlichen Einrichtungen gewonnen werden wie zum Beispiel die Klinik für Infektionskrankheiten Stettin, der Verein zur Prävention von HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten „TADA", der ehrenamtliche Verein zur Unterstützung von Menschen mit HIV und Aids „DADU", die Informations- und Diagnostikstelle für Aids in Stettin und Koszalin, die Sanitär- und Epidemiologiestation Stettin und Swinemünde und die Beratungsstelle für Suchtprophylaxe und Therapie „Monar".
    Da es in diesem EU-Projekt um grenzüberschreitende Modelle zur Prävention, Diagnostik und Therapie geht, haben sich beide Partnerregionen mit den unterschiedlichen Strukturen vertraut gemacht. Der Aufbau der Arbeitsbeziehung zueinander war oft nicht einfach, da sich vor allem die Kommunikation durch das Fehlen einer gemeinsamen Sprache als schwierig erwies. Zudem will grenzüberschreitende Zusammenarbeit gelernt sein, das heißt, es muss zunächst eine Vertrauensbasis entstehen und sich ein Grundverständnis füreinander entwickeln. Nach eineinhalb Jahren Projektzeit ist diese Hürde weitestgehend überwunden, Beziehungen werden gefestigt und gemeinsame Vorhaben können realisiert werden.
  • Fachtagung und Workshop

    In der Modellregion 1 fand im Mai 2006 in Swinemünde eine Fachtagung im Rahmen von BORDERNET statt. Polnische und deutsche Partnerinnen und Partner gestalteten gemeinsam das Programm. Zu den Schwerpunkten der zweitägigen Konferenz zählten medizinische und epidemiologische Aspekte zu HIV/Aids und STD, Beratung und Betreuung HIV-infizierter Personen und Aktivitäten der Nichtregierungsorganisationen und deren Präventionsarbeit. Im präventiven Bereich wurde deutlich, dass die Botschaften des Schutzes vor HIV/Aids und STD in Polen nicht im Zusammenhang mit Sexualaufklärung vermittelt werden, da es hier deutliche kulturelle und religiöse Barrieren gibt. Über Sexualität wird beispielsweise in der Schule und der Öffentlichkeit wenig oder gar nicht geredet, wohl aber über das Kondom als Schutzmittel im Kontext von STD. So unterscheiden sich auch die methodischen Herangehensweisen in beiden Ländern bei der Vermittlung von Informationen zu einem gesundheitsfördernden Verhalten.
    Diese erste Konferenz im Rahmen von BORDERNET war ein wichtiges Treffen zum Erfahrungsaustausch von Expertinnen und Experten aus den Bereichen HIV/Aids und STD. Im Verlaufe der Tagung ergaben sich viele Möglichkeiten der Diskussion und der Intensivierung der Kontakte. Dadurch wurde die Zusammenarbeit gestärkt und zukünftige innovative Projekte konnten ins Auge gefasst werden. Im Frühjahr 2007 ist eine weitere gemeinsame Fachtagung geplant, dieses Mal in Mecklenburg-Vorpommern, bei der Diagnostik und Therapie von STD im Zentrum stehen werden.
    Im pädagogischen und sozialen Bereich wird grenzüberschreitend erstmalig ein Workshop für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus verschiedenen Institutionen wie Schule, Gesundheitsämter, Klinik und Nichtregierungsorganisationen stattfinden. Dieser Workshop zum Thema Sexualerziehung mit Jugendlichen kann eine Plattform sein, um die unterschiedlichen präventiven und sexualpädagogischen Ansätze zu diskutieren, voneinander zu profitieren und einen gemeinsamen, flexibel zu gestaltenden Methoden-Pool zur STD-Prävention aufzubauen.


Erweiterung der regionalen Angebote

In zwei Regionen wurden zusätzliche HIV/Aids- und STD-Testmöglichkeiten eingerichtet, weil hier ein dringender Bedarf bestand. Dies betrifft Frankfurt/Oder, hier wurde in Kooperation mit dem dortigen Gesundheitsamt und einer niedergelassenen Ärztin eine Untersuchungsmöglichkeit auf STD (inkl. HIV) geschaffen. In Zielona Gora und Stettin wurden die Sprechstunde und das Angebot für kostenlose und anonyme HIV-Tests erweitert. Im Rahmen von BORDERNET sind auch die STD-Angebote für nicht versicherte Personen nutzbar. Dies betrifft insbesondere Migrantinnen in der Prostitution.
In allen Regionen wurden HIV- und STD-Präventions- und -Diagnostikangebote besser miteinander verzahnt, hier wird wesentlich intensiver ausgetauscht und kooperiert. Diese „neue" Kooperationsstruktur beinhaltet auch die Durchführung gemeinsamer Fortbildungen und Veranstaltungen, ein Novum in vielen Regionen.

Datenerhebung

Mehr als 70 Partnerinnen und Partner (niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Gesundheitszentren, Gesundheitsämter) nehmen bisher an der Sentinelstudie teil, weitere sollen hinzukommen. Ziel dieser Studie ist der Aufbau von grenzüberschreitenden Netzwerken für STD- und HIV-Erhebungen. Insbesondere Daten über die Verbreitung von STD sollen erfasst und Risiken ermittelt werden, hier bestehen in allen beteiligten Regionen große Wissenslücken. Aber gerade die epidemiologische Verbreitung von STD kann wichtige Hinweise auf Risikoverhaltensweisen geben und gilt als Marker für die Einschätzung einer Verbreitung von HIV. Bereits seit vier Jahren führt das Robert-Koch-Institut mit Erfolg eine solche Sentinelstudie in Deutschland durch.
Zur Erforschung des Risikoverhaltens in den Modellregionen wurden sogenannte KAB-Studienkonzepte entwickelt. KAB steht für Knowledge, Attitudes and Behaviour (Wissen, Einstellungen und Verhalten). Die Zielgruppen wurden vor dem Hintergrund bereits vorhandener Studien je nach aktuellen regionalen Erfordernissen ausgewählt, wobei grenzüberschreitende Mobilität in allen Befragungen eine große Rolle spielt. Für junge Erwachsene (18 bis 25 Jahre) werden in allen Modellregionen größere Risiken vermutet, deshalb wird diese Zielgruppe in allen Regionen befragt werden. MSM (Männer, die Sex mit Männern haben) werden in zwei Regionen befragt, in denen bisher wenig oder keine Kenntnisse zu risikoreichen Verhaltensweisen und Mobilität vorliegen. Auch Migrantinnen in der Prostitution und Menschen mit HIV gehören zu den Zielgruppen der Befragung.

Schlussbemerkung

Bereits aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen war uns bewusst, dass ein Aufbau von grenzüberschreitenden Kooperationen auf konkreter praktischer Ebene eine sehr lohnenswerte, aber auch sehr mühevolle Aufgabe sein kann. Dabei stellen Barrieren in Einstellungen und Organisationsstrukturen häufig größere Hindernisse dar als sprachliche Hürden. Aber die vielen bereits aktiven Initiativen in der Grenzregion sind eine fruchtbare Basis, die es BORDERNET ermöglicht, Strukturen auszubauen und die schon begonnenen Kooperationsprozesse zu fördern und zu stärken.

Fußnoten

1 Health and Consumer Protection Directorate-General, Directorate C - Public Health and Risk Protection
2 in etwa vergleichbar mit Provinzen oder Bundesländern
3 Zwei Modellregionen Deutschland/Polen, eine Modellregion Österreich/Slowakische Republik, eine weitere Italien/Slowenien.
4 Das Robert-Koch-Institut in Berlin ist u.a. nationales epidemiologisches Zentrum.
5 Messstellenstichprobe
6 etwa: verletzlich, gefährdet (Anm. d. Red.)
7 weitere Informationen hierzu z.B. auf der Website von „Family Health International" <www.fhi.org>
8 Bestellung von Infomaterialien zu JFT unter www.bzga.de/medien,
Best.-Nr. 70 878 100; s.a. FORUM 1/2005, S. 7ff. (Anm. d. Red.)

Autoren

Elfriede Steffan
Elfriede Steffan ist Diplom-Soziologin. Ihre Forschungsergebnisse in den Bereichen Gesundheits- und Frauenforschung wurden in zahlreichen Berichten, Büchern und Fachzeitschriften publiziert. Sie ist stellvertretende Geschäftsführerin der SPI Forschung gGmbH und Mitglied des Nationalen Aids-Beirats der Bundesrepublik Deutschland.

Tzvetina Arsova-Netzelmann
Tzvetina Arsova-Netzelmann ist DiplomPsychologin und hat zehn Jahre als Forscherin, Projektkoordinatorin und Evaluatorin in Bulgarien im Bereich Gesundheitsförderung, Aidsprävention und sexuelle Aufklärung für besonders benachteiligte Gruppen (Roma, Prostituierte) gearbeitet. In der SPI Forschung gGmbH ist sie seit 2002 an verschiedenen Forschungs- und Interventionsprojekten mit Schwerpunkt „Grenzüberschreitende Kooperation" beteiligt.

Kathrin Bever
Kathrin Bever ist Lehrerin, individualpsychologische Beraterin und Supervisorin sowie Projektleiterin des MAT Rostock. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Erwachsenenbildung, Koordination landesweiter Projekte und Konzeptentwicklung.

Irmgard Boeckmann
Irmgard Boeckmann ist Fachkrankenschwester für Psychiatrie/Neurologie und Mitarbeiterin des MAT Rostock. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind ebenfalls Erwachsenenbildung, Koordination landesweiter Projekte und Konzeptentwicklung.
 

 

Alle Links und Autorenangaben beziehen sich auf das Erscheinungsdatum der jeweiligen Druckausgabe und werden nicht aktualisiert.