INFOTHEK-Beiträge beziehen sich auf das Erscheinungsdatum des jeweiligen FORUM und werden nicht aktualisiert.

Mädchensache(n)

Broschüre

„Mädchensache(n)" heißt eine neue Broschüre der BZgA, die für Mädchen vor und in der Pubertät gedacht ist. „Wie eine Landkarte, E-Mails aus der Ferne oder ein Reiseführer möchte diese Broschüre dir und anderen Mädchen Tipps und Anregungen geben zu allen möglichen Themen, die Mädchen interessieren. In bunten Kapiteln geht´s um Körper, Gefühle, Verhütung, Frauenärztin, Schwangerschaft, Aids, Liebe zwischen Mädchen, das erste Mal - und natürlich auch um Jungs", heißt es dazu in der Einleitung mit dem passenden Titel „Wer als Mädchen auf Expedition geht ..."
Das 68-seitige Heft (DIN A5) behandelt die zahlreichen Themen ausführlich und ist durch viele Zitate, Vorschläge zum Ausprobieren und nicht zuletzt durch die gelungenen farbigen Zeichnungen von Dorothée Wolters angenehm aufgelockert. 

  • 70450000

Safer Sex ... sicher!

Broschüre

Informationen über Safer Sex zum Schutz vor der HIV-Infektion und Aids sowie anderen sexuell übertragbaren Krankheiten bietet diese kleine (10 x 10 cm), 48 Seiten starke Broschüre der BZgA. Im Hauptteil erfahren die LeserInnen alles über Kondome: Gängige Einstellungen wie „Sex mit Kondom? Da fühlt man ja doch nichts" oder „Wenn ich ein Kondom heraushole, sieht das doch nach Misstrauen aus" werden präzise und direkt kommentiert oder widerlegt. Am Ende sind diverse Beratungsangebote angegeben.

  • 70420000

 

Materialien zur Sexualaufklärung und Familienplanung

Broschüre

Bekanntlich aktualisiert und ergänzt die Abteilung „Sexualaufklärung, Verhütung und Familienplanung" der BZgA regelmäßig ihre Medienübersicht, die diesmal 50 Seiten umfasst. Auch in dieser 14. Auflage (01/2003, Lang-DIN-Format) sind die Materialien nach Zielgruppen und Medientypen geordnet, kurz und übersichtlich beschrieben und durch kleine Abbildungen illustriert.

  • 13010000

 

5. Rundbrief der LAG Mädchenarbeit in NRW e.V.

Broschüre

Dem Thema „Gender Mainstreaming" widmet sich der 5. Rundbrief „Mädchenarbeit in NRW". Er dokumentiert einschlägige Beiträge zum Thema:

  • Elisabeth Glücks (Alte Molkerei Frille): „Gender Mainstreaming - das Zauberwort in der geschlechterpolitischen Diskussion"
  • Melanie Plößer (Uni Bielefeld): „Ist ein Mädchen (k)ein Mädchen? Begriffsreflexionen zur aktuellen Gender-Debatte"
  • Michael Drogand-Strud und Regina Rauw: „Gender Mainstreaming in der Jugendhilfe - Neue Chance oder lästiges Pflichtprogramm?".

Außerdem werden ausgewählte Literatur, Internetseiten und Adressen sowie aktuelle Aktionen der Mädchenarbeit vorgestellt. Der Rundbrief ist gegen eine Schutzgebühr von 6 Euro plus Porto bei der LAG-Mädchenarbeit in NRWe.V. zu beziehen.

Bestelladresse


Geschäftsstelle LAG Mädchenarbeit in NRW e.V.,
Alsenstr. 28, 33602 Bielefeld,
T 0521 / 13 95 94, F 0521 / 329 21 05,

http://www.maedchenarbeit-nrw.de/lag/maedchenarbeit-konkret.html

pro familia zu Präimplantationsdiagnostik

Broschüre

Ein sechsseitiges Statement der pro familia zum Thema „Präimplantationsdiagnostik" (PID) kann im Internet eingesehen und telefonisch angefordert werden. Im Zentrum stehen mögliche Auswirkungen der PID auf die gesellschaftliche Stellung von Menschen mit Behinderungen. Der Text ist im Vorfeld einer Anhörung des Nationalen Ethikrates entstanden.

Bestelladresse

presse(at)profamilia.de
Telefon (069) 63 90 02
Telefax (069) 63 98 52

SchLAu - eine Idee macht Schule

Broschüre

„SchLAu" heißt ein Netzwerk von rund 15 lokalen Aufklärungsgruppen mit über 70 ehrenamtlichen und einigen hauptamtlichen MitarbeiterInnen, die schwul-lesbische Aufklärungsarbeit in NRW leisten. Eine Broschüre für LehrerInnen, Eltern und alle, die in der Jugendarbeit, in Betrieben und Verwaltung tätig sind, stellt diese Aufklärungsarbeit vor (s.a. FORUM 4/2002 „Gleichgeschlechtliche Lebensweisen"). Die übersichtliche und angenehm großzügig gestaltete Schwarz-Weiß-Publikation informiert über die Leute, die hinter „SchLAu" stehen, über Peer Education, „Forschung in den Kinderschuhen", Pädagogik der Vielfalt und über Praxisansätze.

Bestelladresse

SchLAu NRW
Schwul-lesbische Aufklärung in NRW
c/o Jugendnetzwerk Lambda NRW e.V.
Wilhelmstraße 67
52070 Aachen
Telefon (0241) 1 60 35-515
Telefax (o241) 1 60 35-514
info(at)schlau-nrw.de
www.schlau-nrw.de

Broschüre zur Situation älterer lesbisch und schwul lebender Menschen in Berlin

Broschüre

Das Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, teilt mit: In Berlin leben 40 000 homosexuelle Frauen und Männer, die älter als 65 Jahre sind. Ihre Lebenssituation ist in der Öffentlichkeit
bisher wenig bekannt. Eine neue Broschüre der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport beleuchtet Lebensbedingungen, Erfahrungen, Wünsche und Sorgen lesbisch und schwul lebender Senioren. Sie heißt „Anders sein und älter werden - Lesben und Schwule im Alter".
Die Broschüre ist kostenlos erhältlich.

Bestelladresse

Infopunkt der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport
Beuthstraße 6-8
10117 Berlin
Telefon (030) 90 26 61 43 oder
(030) 90 26 64 85
gleichgeschlechtliche(at)senbjs.verwalt-berlin.de
www.senbjs.berlin.de/gleichgeschlechtliche

Altern ohne Angst

Buch

Was ist eigentlich das Wesen der Angst? Wie verändert sie unsere Wahrnehmung? Wovor fürchten wir uns konkret, wenn wir Angst vor dem Alter spüren? Der Psychologe Wolfgang Schmidbauer stellt gleich zu Beginn seines neuen Buches klar, dass „Altern ohne Angst" ein kaum einzulösendes Versprechen ist, dass aber ein rechtzeitiges und gründliches Nachdenken über unsere Ängste im Zusammenhang mit dem Altern doch auf den „Ernstfall" vorbereitet und zumindest zu deutlich weniger Angst führen kann.
Es ist kein simpler Ratgeber, sondern ein Buch, das seine LeserInnen veranlasst, sich viele persönliche Fragen zu stellen, über das eigene Selbstwertgefühl nachzudenken und individuelle Entwicklungspotenziale in sich zu entdecken.
„Das Alter ist nach diesem Modell die organisierende Kraft, welche dem Selbstgefühl hilft, ohne äußere Stützen auszukommen, zu prüfen, welche Teile der Größenphantasie sich in der Realität verankern lassen, welche nicht, zu erkennen, warum Teile der Grandiosität verloren gehen und welche Ressourcen für ein weiteres Wachstum zur Verfügung stehen." (S. 44)
Schmidbauers „psychologischer Begleiter" ist 2003 im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen und kostet 8,90 Euro.

Bestelladresse

im Buchhandel beziehbar

Die zweite Lebenshälfte - Psychologische Perspektiven

Buch

In dem Band des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sind die Ergebnisse einer im Rahmen eines Alters-Survey vorgenommenen psychologischen Untersuchung zusammengefasst. Die Studie unter der Leitung von Freya Dittmann-Kohli, Christina Bode und Gerben J. Westerhof analysiert die Vorstellung des Einzelnen über sein Alter und den Prozess des Altwerdens sowie die ihn hierbei begleitende Umwelt. Die Daten eröffnen den Blick auf die sehr persönliche Sicht des Älterwerdens. Sie ergänzen vorliegende Befunde und runden sie ab durch die Dimension des subjektiven Erlebens und Einschätzens.
Band 195 des BMFSFJ ist im Kohlhammer Verlag erschienen und umfasst 584 Seiten.

Bestelladresse

Buchhandel ISBN: 3170168967

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Publikationen/Publikationen,did=3886.html
Telefon (0180) 5 32 93 29

Sexualität und Partnerschaft in der zweiten Lebenshälfte

Buch

Die in dem von Hermann Berberich und Elmar Brähler herausgegebenen Band gesammelten Artikel beruhen überwiegend auf Beiträgen für ein interdisziplinäres Symposion, das im Mai 2000 in Frankfurt am Main stattfand. VertreterInnen der Fachgebiete Urologie, Gynäkologie, Psychosomatische Medizin, Medizinpsychologie und Medizinsoziologie befassen sich darin mit verschiedenen Aspekten sexueller Probleme in der zweiten Lebenshälfte, ihren Ursachen und Einflüssen auf die Partnerschaft.
„Die unmittelbare Familienphase ist durch eine geringere Kinderzahl pro Familie kürzer geworden, während die nachelterliche Phase durch die gestiegene Lebenserwartung länger geworden ist", heißt es in einem Beitrag über Entwicklungsformen der Partnerschaft im Alter (auf Seite 15). Solche Entwicklungen haben vielfältige Folgen, unter anderem für Forschungsfragen, Beratungs- und Behandlungsbedarf, die von den AutorInnen ausgelotet werden.
Das 168 Seiten starke Buch ist 2001 als Band 78 in der Reihe „Beiträge zur Sexualforschung" im Psychosozial-Verlag erschienen und kostet 25,90 Euro.

Bestelladresse

Im Buchhandel ISBN: 3898060675

Die friedfertige Frau

Buch

Auf dieses bereits 1985 erschienene Buch von Margarete Mitscherlich möchten wir insbesondere wegen des Kapitels „Lebensmitte und Einsamkeit der Frau" hinweisen. In klaren Worten und mit großer Plausibilität zeigt Mitscherlich, dass auf der Frau heutzutage ein immenser, kaum erfüllbarer Anforderungsdruck lastet - sie soll einfühlsame Mutter, gute Hausfrau, gleichberechtigte Partnerin des Mannes und nicht zuletzt beruflich durchsetzungsfähig sein -, aus dem häufig Gefühle von Schuld, Versagen und Wertlosigkeit resultieren.
Die Darstellungen der Krise in der Lebensmitte, so die Ausgangsthese der Autorin, beziehen sich sehr viel häufiger auf Männer als auf Frauen, obwohl Frauen aufgrund ihrer familiären, beruflichen und psychischen Voraussetzungen weit weniger Möglichkeiten haben, diese Krise zu lösen (oder ihr zumindest zu entfliehen). Die Loslösung von den eigenen Kindern, die für Mütter in aller Regel ein wesentlicher Lebensmittelpunkt waren, verschärft die Sinnkrise für Frauen erheblich. Umso wichtiger ist es für sie, innere Autonomie zu entwickeln. Anhand von Fallbeispielen zeigt Mitscherlich, wie dies gelingen kann.
„Vielleicht werden wir in unserer Gesellschaft tatsächlich erst in der Lebensmitte, wenn überhaupt, erwachsen." (S. 97), und vielleicht, so ihr Ausblick, bietet der Übergang in die zweite Lebenshälfte eine wirklich gute Chance, Erwartungen zu überdenken, toleranter und gelassener zu werden und diese neue Phase kreativ zu nutzen.
„Die friedfertige Frau" ist im Fischer Verlag erschienen und kostet 8,45 Euro.

Bestelladresse

Im Buchhandel ISBN: 3596247020

Die Lust auf Liebe bei älteren Menschen

Buch

Kirsten von Sydow (s. Beitrag in diesem Heft) hat dieses Buch verfasst, das deutlich macht, wie unterschiedlich auch ältere Menschen ihre Sexualität erleben und gestalten. Körperliche Veränderungen, gesellschaftliche Bedingungen und biografische Erfahrungen beeinflussen und prägen Sexualität.
In dem Buch kommen ältere Frauen und Männer selbst zu Wort. Ein zentrales Thema ist „Partnerschaft und Sexualität", wobei nicht nur die Situation von Eheleuten dargestellt wird, sondern auch Beziehungen zwischen Alleinstehenden und Verheirateten, homosexuelle und lesbische Beziehungen. Auch die emotionale und sexuelle Situation Alleinstehender wird von der Autorin beleuchtet.
Das Buch kostet 16,90 Euro und ist in der im Anschluss vorgestellten Reihe im Ernst Reinhardt Verlag erschienen.

Bestelladresse

Im Buchhandel ISBN: 3497013471

Gerontologische Reihe

Buch

Im Ernst Reinhardt Verlag erscheint eine „Gerontologische Reihe" mit Fachliteratur für die Altenarbeit. Eine kleine Broschüre informiert in Form kurzer Inhaltsangaben und Pressestimmen über die einzelnen Titel wie zum Beispiel „Lernen ist immer möglich. Verhaltenstherapie mit Älteren", „Umzug ins Altenwohnheim? Eine Orientierungshilfe", „Alternde und ihre jüngeren Helfer. Vom Wandel therapeutischer Wirklichkeit", „Das Recht der Alten auf Eigensinn", „Alte Menschen und ihre Ängste" und „Validation. Ein Weg zum Verständnis verwirrter älterer Menschen".
Diese Titel zeigen, dass die Reihe nicht ausschließlich Fachleuten, sondern auch Angehörigen alter Menschen wichtige Impulse geben kann.

Bestelladresse

Ernst Reinhardt Verlag
Postfach 380280
80615 München
Telefon (089) 178016-0
Telefax (089) 178016-30

Sechzig Plus. Erotische Fotografien

Buch

„Sechzig Plus" ist ein Bildband von Anja Müller mit Texten von Oswalt Kolle und Sigrun Casper. Die Frauen und Männer, die ihre Körper für dieses Buch halbnackt oder nackt vor der Kamera zeigten, sind alle über 60 Jahre alt.
„Das Hauptproblem alter Menschen ist, dass sie sich nicht mehr attraktiv fühlen - dagegen muss geschrieben und fotografiert werden", so Oswalt Kolle in seinem Beitrag. Die Fotos der 1971 in Ostberlin geborenen Fotografin Anja Müller sind „leicht, unangestrengt, fröhlich, selbstverständlich", wie es in einer Rezension bei „amazon" heißt. „Die Anstrengung, die junge Körper oft ausstrahlen, erotisch oder zumindest schön sein zu müssen, fehlt und macht einer beglückenden Freiheit und Leichtigkeit Platz."
„Sechzig Plus. Erotische Fotografien" hat 160 Seiten, ist im Oktober 2002 erschienen und kostet als gebundene Ausgabe 24,90 Euro.

Bestelladresse

Im Buchhandel ISBN: 3887691938

Generation Plus. Von der Lüge, dass Altwerden Spaß macht

Buch

Eine ganz andere Perspektive auf das Alter nehmen die Autorinnen Christa Geissler und Monika Held ein, die ein pralles Lesebuch zum Thema zusammengestellt haben. „Je öfter wir mit Männern und Frauen über das Altwerden sprachen, um so mehr bestätigte sich unsere Behauptung: Es ist unendlich schwer, das Alter zu akzeptieren." (S. 9)
Die über 50 kurzen Erzählungen und Interviews umfassen 320 Seiten und liefern eine Fülle von intensiven Eindrücken, die hier nur angedeutet werden können. Viele Geschichten sind tatsächlich so deprimierend, wie der Untertitel erwarten lässt, etwa in Kapitel 4 „Wenn der Körper zum Feind wird". Hier schildern alte Menschen ihre Leiden, und ein Arzt skizziert das Zukunftsszenario einer „gigantischen Altenverwahrung (...), von der ein alter Mensch (...) nicht viel Liebe zu erwarten hat". (S. 174)
Es geht häufig um Angst vor dem Alter, der Einsamkeit, der Situation in den Pflegeheimen, und immer kommen Betroffene und auch professionell beteiligte wie ÄrztInnen und Pflegerinnen zu Wort. Manche ganz unspektakulären Geschichten treffen vielleicht den Kern des Älterwerdens, etwa wenn eine gesunde, gesellige Rentnerin mit 67 Jahren sagt: „Irgendetwas ist mit der Freude. (...) Muss man sich im Alter von den großen Gefühlen verabschieden?" fragt sie weiter, „(...) alles ist so gleichmäßig." (S. 78)
Und es gibt durchaus auch vitale und selbstbewusste Aussagen wie die der 55-jährigen Melanie Z., die anderen älteren Frauen rät: „Nehmen wir uns die Lover aus dem Ausland."
Das gerade erst (im Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf) erschienene Buch ist thematisch gegliedert - unter anderem geht es um die Sucht nach ewiger Jugend, Sexualität, Karriere und „die letzten Jahre" -, und es enthält nicht zuletzt aussagekräftige Interviews mit Prominenten, darunter Margarete Mitscherlich, Peter Sodann und Konstantin Wecker. Es kostet 14,90 Euro.

Bestelladresse

Im Buchhandel ISBN: 3896024337

Eine Frau in Berlin

Buch

Schätzungen zufolge wurden allein in Berlin im April 1945 mindestens 100 000 Frauen und Mädchen von russischen Soldaten vergewaltigt, viele sogar mehrfach. Von ihrem eigenen Schicksal und dem anderer Frauen erzählt eine anonyme Autorin in dem kürzlich im Eichborn Verlag erschienenen Buch „Eine Frau in Berlin, Tagebuchaufzeichnungen vom 20. April bis 22. Juni 1945", das schon allein deshalb viel Beachtung erfahren hat, weil es so wenige authentische Aussagen zu diesem Teil der Erfahrungswelt der „Trümmerfrauen" gibt.
Bei den Vergewaltigungen handele es sich „um etwas, das den Frauen links und rechts und nebenan zustieß, das gewissermaßen dazugehörte. Diese kollektive Massenform der Vergewaltigung wird auch kollektiv bewältigt werden. Jede hilft jeder, indem sie darüber spricht, sich Luft macht, der anderen Gelegenheit gibt, sich Luft zu machen, das Erlittene auszuspeien."
Diese Tagebuchaufzeichnungen sind nicht nur lesenswert, weil sie ein so seltenes Dokument sind, sie faszinieren zudem durch den unsentimentalen, lakonischen Ton der Autorin, die mitleidlos und mit trockenem Humor berichtet, wie sie und manche Berliner Frau mit diesem Schicksal umgegangen ist.
Anonyma: „Eine Frau in Berlin, Tagebuchaufzeichnungen vom 20. April bis 22. Juni 1945" umfasst 300 Seiten und kostet 27,50 Euro.

Bestelladresse

Im Buchhandel ISBN: 3442732166

Körper und Sexualität

Buch

Das rund 200 Seiten starke Buch „Körper und Sexualität. Entdecken, verstehen, sinnlich vermitteln" ist für Erwachsene gedacht, die in ihrem Erziehungsalltag eine (neue) Sprache für Sexualität suchen, aber auch für Kinder und Jugendliche, die sich in aller Ruhe mit den Veränderungen ihres Körpers und ihren sexuellen Empfindungen auseinander setzen wollen. Den AutorInnen Esther Elisabeth Schütz und Theo Kimmich, die 2001 für ihre Lehrbuchausgabe dieses Buches mit dem Schweizer Kinder- und Jugendmedienpreis „Die rote Zora" ausgezeichnet wurden, ist es gelungen, in erzählenden Texten und Gedichten nicht nur Sachwissen, sondern auch die emotionale und sinnliche Seite der Sexualität zu vermitteln.
Dass hier die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen und der individuelle Aspekt der Sexualität im Zentrum stehen, spiegelt sich auch in den detailgenauen und zugleich sehr lebendigen Illustrationen von Verena Pavoni, die den Charakter des Buches prägen.
Der Zugang für Jugendliche wird sicher dadurch erleichtert, dass sein Aufbau den verschiedenen Stadien folgt, die der Mensch bei seiner sexuellen Entwicklung durchläuft: Die Thematisierung erster lustvoller Erfahrungen im Baby- und Kleinkindalter ermöglichen einen behutsamen Einstieg, auf den dann Themen wie Geschlechtsorgane, Geschlechtsreife, Selbstbefriedigung und Orgasmus folgen. Die 2001 erschienene Publikation kostet 20,50 Euro und ist im Verlag Herder, Freiburg, erschienen.

Bestelladresse

Im Buchhandel ISBN: 3715210311

Jungen in der Pubertät

Buch

Die Pubertät ist eine Zeit, die bekanntlich nicht nur den Hormonhaushalt von Jugendlichen, sondern auch das innere Gleichgewicht vieler Eltern und pädagogisch Tätiger durcheinander bringt. Wie man einen Jungen bei dem komplizierten Prozess, ein Mann zu werden, unterstützen kann, wie man Kämpfe um Regeln, Grenzen, Macht, um Hausaufgaben, Ausgehzeiten und verdreckte Küchen lösen und was man tun kann, wenn ein Junge Alkohol oder andere Drogen konsumiert, all dies sind Themen in diesem neuen Buch von Joachim Braun. Es berichtet davon, was Jungen wollen, wie sie fühlen und welche Hürden sie beim Erwachsenwerden zu überwinden haben. Aber auch Sorgen von Eltern und PädagogInnen werden berücksichtigt - Wut, Verzweiflung, Verunsicherung, schlechtes Gewissen. Viele Fallgeschichten und O-Töne machen diesen Ratgeber zu einer abwechslungsreichen Lektüre - auch für die Jungen selbst.
„Jungen in der Pubertät. Wie Söhne erwachsen werden" ist im Februar 2003 im Rowohlt Verlag erschienen, hat 283 Seiten und kostet 9,90 Euro.

Bestelladresse

Im Buchhandel ISBN: 3499614073

DerDieDas Andere geht mich an

Buch

Den Menschen nicht als geborenen Single und „Sexual-Solisten" zu denken, sein Gegenüber nicht mit Freud im wesentlichen als „Sexualobjekt" zu verstehen, vielmehr seine existenzielle Bezogenheit auf andere in den Blick zu nehmen, ist das Anliegen von Wolfgang Bartholomäus. Ausgehend von Emmanuel Lévinas fragt Bartholomäus, was es für ein ethisch sensibles sexualpädagogisches Denken bedeutet, wenn diese „anders-bezogene Weise", in der Welt zu sein, zugrunde gelegt wird.
Der Autor untersucht Andersheit in der Sexualität (Modi, Geschlechterdifferenz, Generationenabstand, differente Orientierungen), aber auch in der Politik („Gerechtigkeit in der Gesellschaft der Anderen"), Religion, Erziehung und in vielen anderen gesellschaftlichen Zusammenhängen. Das Buch mit dem Titel „DerDieDas Andere geht mich an. Sexualität für Erziehung ethisch denken - in der Spur Emmanuel Lévinas" (269 Seiten, 2003 erschienen) kostet 39,80 Euro und ist im Peter Lang Verlag erschienen.

Bestelladresse

im Buchhandel ISBN: 3631503512

FrauenRat

Buch

Der Deutsche Frauenrat, Bundesvereinigung von Frauenverbänden und Frauengruppen gemischter Verbände in Deutschland e.V., behandelt in der Ausgabe 6/2002 das Thema „Alter". Die Aspekte, die hier angesprochen werden, sind äußerst vielfältig und spannend:
Es geht um neue Herausforderungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, positive Ausstrahlung und psychologische Produktivität im Alter, die Neugestaltung der Lebensarbeitszeit, Altersdiskriminierung in der Arbeitswelt, Armut, Herausforderungen wie die ehrenamtliche Arbeit im Ausland, Hormonbehandlung als „gigantisches Massenexperiment", generationsübergreifende Wohnprojekte, Singles, MigrantInnen und vieles mehr.
Das Heft kostet im Jahresabonnement 23,52 Euro inklusive Verpackung und Versand und erscheint sechsmal jährlich. Auf Anfrage werden auch Einzelexemplare verschickt.

Bestelladresse

Deutscher Frauenrat
Axel-Springer-Straße 54a
10117 Berlin
Telefon (030) 20 45 69-0
Telefax (030) 20 45 69-44
kontakt(at)frauenrat.de
www.frauenrat.de

Mädchenarbeit in NRW

Tagung

Vom 23. bis zum 25. Juli 2003 findet in Wuppertal der „3. Vernetzungskongress" zur Mädchenarbeit in NRW statt. Themen sind die Verbindung von schulischer und außerschulischer Mädchenarbeit, zwischen Mädchen und Pädagoginnen beziehungsweise Schülerinnen und Lehrerinnen (Was hat Mädchenarbeit den Mädchen heute zu bieten?) und schließlich zwischen „jungen" und „alten" Pädagoginnen und, damit verbunden, auch zwischen neuen und alten Konzepten.
Hierzu wird es drei Vorträge geben, und in zehn Workshops werden praxisrelevante Konzepte vorgestellt. Auf der abschließenden Podiumsdiskussion werden Abgeordnete des Landtags NRW von jeweils einer jungen Frau, die sie fördern, begleitet. Die Teilnehmerinnen berichten über Erfahrungen mit Vernetzung als Voraussetzung effektiver Jugendpolitik im Interesse der Mädchen.
Veranstalterin ist die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG)-Mädchenarbeit in NRW e.V. Anmeldungen werden bis zum 30. Juni erbeten. Eine Dokumentation ist geplant.

Bestelladresse

Landesarbeitsgemeinschaft
Mädchenarbeit in NRW e.V.
Alsenstraße 28
33602 Bielefeld

Deutsches Zentrum für Alternsforschung (DZFA)

Institution

Das von der ehemaligen Familienministerin Ursula Lehr an der Universität Heidelberg gegründete Institut erforscht Alternsprozesse mit besonderem Augenmerk auf begünstigende beziehungsweise beeinträchtigende Faktoren gesunden und zufriedenen Alterns. Auf der Grundlage interdisziplinärer Forschung stehen unter anderem Wechselwirkungen zwischen alternden Personen und ihrer räumlich-sozialen Umwelt im Mittelpunkt. Erfasst werden Krankheitsformen und -ursachen, und es soll eine systematische Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Interventions- und Rehabilitationsprogramme erfolgen.
Die Abteilungen „Entwicklungsforschung" (in der grundlegende psychosoziale Entwicklungsprozesse über die gesamte Lebensspanne untersucht werden), „Soziale und Ökologische Gerontologie" und „Epidemiologie" (Stichworte: Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen; Erkrankungen des Bewegungsapparates, Infektionen, Versorgung, Rehabilitation und Prävention) bestehen bereits, die Abteilung „Rehabilitationsforschung" befindet sich in Planung.
Im Internet sind zudem Forschungsberichte, Newsletters, Gastvorträge und Stellenangebote und vieles mehr einzusehen.

Kontakt 

www.demille@dzfa.uni-heidelberg.de  

Deutsches Zentrum für Altersfragen (DZA)

Institution

Das Deutsche Zentrum für Altersfragen mit Sitz in Berlin ist ein auf dem Gebiet der Sozialen Gerontologie und Altenarbeit tätiges wissenschaftliches Forschungs- und Dokumentationsinstitut. Das Zentrum verfolgt laut seiner Satzung das Ziel, „Erkenntnisse über die Lebenslage alternder und alter Menschen zu erweitern, zu sammeln, auszuwerten, aufzubereiten und zu verbreiten". Es stellt im Internet unter anderem eine frei zugängliche Literaturdatenbank („GeroLit") mit zur Zeit etwa 100 000 Publikationen zur Verfügung, in der über eine komfortable Suchoberfläche Literaturnachweise aus den Bereichen der Gerontologie und Altenarbeit sowie angrenzender Bereiche recherchiert werden können. Unter der Bezeichnung „GeroStat" bietet es statistische Daten und Informationen zum Thema „Alter(n)" an. Im Internet sind außerdem aktuelle Stellenausschreibungen, Informationen zu einem Alters-Survey „Die zweite Lebenshälfte", dem Europäischen Projekt „OASIS", zu einer Adress-Suchmaschine und anderes mehr zu finden.

Kontakt 

www.dza.de
Telefon (030) 78 60 42 60
Telefax (030) 78 54 35 0

Lehrinstitut für Alternspsychotherapie

Institution

Das Lehrinstitut für Alternspsychotherapie in Kassel wurde 1998 gegründet. Es ist psychoanalytisch ausgerichtet und bezieht psychotherapeutische Schulrichtungen in sein Lehrangebot ein. Zu seinem Angebot gehören Fort- und Weiterbildungen zu tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie älterer Menschen, die für PsychologInnen und FachärztInnen gedacht sind, Institutionsberatung, zum Beispiel für Beratungsstellen, die Konzepte und altersspezifische Angebote entwickeln möchten, sowie Supervision.

Kontakt 

www.alternspsychotherapie.de
mail(at)alternspsychotherapie.de
Telefon (0561) 316 23 84 

pro familia Mannheim

Institution

Liebe und Partnerschaft im Alter, Zärtlichkeit und Sexualität, Lebensformen im Alter - das sind nur einige der Themen eines neuen Beratungsangebots der pro familia Mannheim. Zwei Jahre lang wird dieses Projekt, das sich an Frauen und Männer ab 60 Jahren wendet, durch die Anna-Maria Schrader-Stiftung gefördert. Angeboten werden Einzel- und Paarberatung sowie eine wöchentliche Telefonsprechstunde. Außerdem finden im Rahmen des Projekts Vorträge, Gesprächsgruppen, Lesungen und Filmnachmittage in Seniorengruppen statt. Für Beschäftigte in der Altenarbeit werden Fachgespräche und Fortbildungsveranstaltungen angeboten.

Kontakt 

pro familia Mannheim
Telefon (0621) 27720

Bericht zu diesem Thema: www.profamilia.de

Fachstelle Jungenarbeit

Institution

Im März 2003 wurde in Dortmund die Fachstelle Jungenarbeit NRW offiziell eröffnet. Neben der Fachstelle für Jungenarbeit Rheinland-Pfalz/Saarland ist sie die einzige Einrichtung ihrer Art in der BRD. Ihr Ziel ist es, im Land Nordrhein-Westfalen die pädagogische Arbeit mit Jungen zu fördern und zu vernetzen. Finanziert wird die Fachstelle mit Mitteln des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder des Landes NRW. Träger ist die Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit NRW e.V., ein landesweiter Träger der Jugendhilfe.
Ein Arbeitsschwerpunkt wird die Darstellung des Themenkreises „Lebenswelt von Jungen/männliche Sozialisation" in der (Fach-)Öffentlichkeit sein. Ziel soll es sein, Jungenarbeit als „Querschnittsaufgabe" in der Jugendarbeit zu verankern, wie dies die Richtlinien zum Landesjugendplan NRW in Bezug auf geschlechtsbezogene Pädagogik vorsehen.

Kontakt 

Fachstelle Jungenarbeit NRW
c/o Fritz-Henßler-Haus
Geschwister-Scholl-Str. 33-37
44135 Dortmund
Telefon (0231) 5 34 21 74
info@jungenarbeiter.de

Pfizer-Studie

Studie

Sexualität ist für 87 % der deutschen Männer und 72 % der deutschen Frauen über 40 ein wichtiger bis sehr wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Diese und weitere Umfrageergebnisse für Deutschland stammen aus einer von dem Pharma-Unternehmen Pfizer in Auftrag gegebenen Umfrage zur sexuellen Gesundheit, der „Pfizer Global Study of Sexual Attitude and Behaviours", die die Meinungen und Angaben von 26 000 Frauen und Männern zwischen 40 und 80 Jahren aus 29 Ländern repräsentiert. 12 medizinische, therapeutische und sozialwissenschaftliche ExpertInnen aus verschiedenen Ländern haben das Projekt durchgeführt oder es fachlich beraten.
Aus den Pressemitteilungen des Unternehmens geht hervor, dass in manchen Ländern ausnahmslos Telefoninterviews, in anderen ausschließlich persönliche Interviews durchgeführt wurden. Gründe für die Wahl dieser unterschiedlichen Settings, die für das Gesprächsverhalten bekanntlich nicht ohne Einfluss sind, werden dort nicht genannt.
Weltweit waren laut der Studie
„57 % der Männer und 51 % der Frauen im letzten Jahr mindestens ein- bis sechsmal pro Woche sexuell aktiv. Dies gilt nach eigenen Angaben für mehr als 70 % der befragten Italiener, 68 % der Deutschen und nur 21 % der Japaner. Unter den befragten Europäern belegen die Spanier bei den täglich sexuell Aktiven den Spitzenplatz. ‚Es ist erfreulich, dass Männer und Frauen weltweit bis ins hohe Alter (70+) nicht nur sexuelle Wünsche haben, sondern auch sexuell aktiv bleiben', sagt Prof. Uwe Hartmann, Klinische Psychologie der Medizinischen Hochschule Hannover." Erfreulich sicher auch für den Absatz potenzsteigernder Arzneien, die von Pfizer produziert werden.
Liest man das umfangreiche Datenmaterial entsprechend kritisch, enthält es aber eine Vielzahl von Informationen zu Einstellungen und Verhaltensweisen zur Sexualität in der zweiten Lebenshälfte, die auch zum interkulturellen Vergleich herangezogen werden können.

Kontakt 

Pfizer GmbH
Unternehmenskommunikation
Herlinde Schneider
Postfach 4949
76032 Karlsruhe
Telefon (07 21) 6 10 15 61
Telefax (07 21) 6 20 35 61
herlinde.schneider(at)pfizer.com

Bericht: www.aerztezeitung.de

Coming Out!

Theater

Mathelehrer Konrad sieht sich beim Betreten des Klassenzimmers mit Anspielungen auf seine Homosexualität konfrontiert. Statt zur Tagesordnung überzugehen, erzählt er seinen SchülerInnen aus Anlass dieser Provokationen spontan die Geschichte seines Coming-outs. Im Grunde kreist die Erzählung um ein kurzes Gespräch am Küchentisch der Eltern und um wenige Stunden in einer regnerischen Novembernacht, die sein Leben verändern.
Jutta Schubert hat das Stück geschrieben und Regie geführt, das Spiel von Horst Emrich, der sein eigenes Coming-out durchlebt hat, ist höchst professionell, eindringlich und spannungsvoll, und es erfordert durchaus ein wenig Konzentrationsfähigkeit von den Schulklassen und Jugendgruppen (Altersempfehlung ab 12 Jahre), für die es gedacht ist.
Das Ein-Mann-Theaterstück ist als mobile Produktion konzipiert. Mit 45 Minuten hat es die Länge einer Schulstunde, anschließend ist eine Diskussion mit dem Schauspieler und/oder der Autorin vorgesehen. Für andere Aufführungsorte wie Jugendzentren, Lokale, Theater ist geplant, die Rahmenhandlung und die Figur (hier des Lehrers) an den Spielort anzupassen.
Das Stück ist als Koproduktion mit dem „theater im zentrum", Stuttgart, entstanden und wurde gefördert von der Homosexuellen Selbsthilfe e.V., Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart.

Kontakt 

Horst Emrich
kaba-reh production
Telefon (01 51) 12 74 94 91
Telefax (01 51) 13 12 74 94 91
info(at)horst-emrich.de
www.horst-emrich.de

„Ich pack aus und mach mit!"

Ausstellung

Aus gerahmten Bildern, bemalten Stoffbahnen, Skulpturen, Modellen, Videofilmen und CD-Präsentationen besteht diese Wanderausstellung des Vereins „FUMA Frauen unterstützen Mädchenarbeit", Fachstelle Mädchenarbeit NRW, die durch das Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird.
Unter dem Titel „Mädchen und junge Frauen mischen sich ein in Politik und Öffentlichkeit"haben Mädchen in 16 Städten in NRW insgesamt 23 Projekte durchgeführt und dokumentiert beziehungsweise gestalterisch umgesetzt. Themen sind unter anderen Stadtplanung, Schule, Selbstbehauptung und -verteidigung, Rechtsextremismus und Gewalt, Berufs- und Lebensplanung, Tierschutz, Mädchen in Kultur und Medien und vieles mehr.
Rund 700 Mädchen haben sich aktiv und engagiert beteiligt - „von Politikverdrossenheit", so die Initiatorinnen, „keine Spur".
Die Ausstellung kann seit Juni 2003 kostenlos ausgeliehen werden. Informationen über Transport, Versicherung und Leihdauer bekommen Interessierte bei der FUMA Fachstelle.

Kontakt 

FUMA Frauen unterstützen Mädchenarbeit e.V.
Fachstelle Mädchenarbeit NRW
Landstraße 164
45968 Gladbeck
Telefon (02043) 3 09 59
Telefax (02043) 27 51 57
fachstelle(at)fumanrw.de
www.fumanrw.de

Dem Leben auf der Spur

Broschüre

Die Broschüren „Mona, Lisa und Herr Hahnentritt", „Das kleine 9 x 2" und „Das kleine Körper-ABC", auf die wir bereits in vorangegangenen Ausgaben des FORUM hingewiesen haben (vgl. u.a. Bericht über Pretests zu „Mona, Lisa ..." von Andrea Hilgers in Ausgabe 2/3-2002), liegen nun als aktuelles Aufklärungs-Set vor. Das Medienpaket mit seinen frechen farbigen Figuren wurde in erster Linie für Mädchen kurz vor oder am Anfang der Pubertät entwickelt (etwa 8- bis 12-Jährige), enthält aber auch für Jungen wichtige Informationen.
Die drei Broschüren sind zum Vorlesen, zum Selbstlesen oder zum gemeinsamen Lesen in einer Gruppe gedacht. 44 Fachleute aus der Kinder- und Jugendarbeit haben sie bereits getestet und gute Erfahrungen mit ihnen gemacht; 75 Mädchen und 70 Jungen haben sie begutachtet und - vor allem in der Grundschule - mit großer Begeisterung gelesen und über sie gesprochen.
In dem Lese- und Aufklärungsbüchlein „Mona, Lisa ..." nehmen Mona, Lisa und Florian am Wettbewerb „Kinder forschen" teil und finden heraus, wie eigentlich das Leben entsteht. Lisas Tante Grünkern vom Bio-Institut „Lebenswiese" weiß einen Menge; sie erklärt die abenteuerliche Entstehung des Lebens vom Urknall an und „wie Tiere es machen, dass sie immer mehr werden". Später hilft Herr Stöber, der Bibliothekar den Kindern weiter, die nun wirklich alles ganz genau wissen wollen und sich in Büchern vieles über den Körper und die Geschlechtsorgane ansehen. Die Geschichte ist witzig und kurzweilig, und es bleibt spannend: Werden die drei den Wettbewerb gewinnen?
Viele Begriffe wie z.B. „Befruchtung", „Eifersucht", „erogene Zone" oder „Scham" sind im Lesebuch hervorgehoben; sie können in dem beiliegenden „kleinen Körper-ABC" nachgeschlagen werden, so dass die lesenden Kinder selbst ein wenig zum forschenden Lernen angeregt werden.
„Das kleine 9 x 2" ist ein Leporello, das die Entwicklung des Kindes im Bauch der Mutter in wunderbar scharfen Fotos zeigt und sie kindgerecht erläutert. Es wurde bereits von der BZgA herausgegeben und ist jetzt im Comicstil den restlichen Medien des Gesamtpaketes angepasst.
Ein Begleitbrief für Eltern und MultiplikatorInnen erklärt in Kürze die Einsatzmöglichkeiten und Hintergrundgedanken zu diesem (kostenlosen) Medienpaket zur Sexualaufklärung. Es eignet sich zum Einsatz in der Schule (auf einem Projekttag, einer Projektwoche oder Unterrichts begleitend), in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit, im Elternhaus und regt zum eigenständigen Lesen durch die Mädchen und Jungen an.
Alle Medien können auch einzeln bestellt werden.

Rundbrief der LAG Jungenarbeit

Broschüre

Rundbrief 1/2003 der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit in NRW enthält unter anderem Berichte über die Eröffnung der Fachstelle Jungenarbeit und die Themen der Jahreshauptversammlung des Vereins. Dokumentiert ist auch ein inhaltlicher Beitrag von Michael Drogand-Strud über Gender Mainstreaming im Kontext der Jungenarbeit.
Viele regionale Aktivitäten, Fortbildungsangebote und Fachveröffentlichungen finden Interessierte im Informationsteil dieser 30-seitigen Publikation im DIN-A4-Format.

Bestelladresse

LAG Jungenarbeit NW
c/o Fritz-Henßler-Haus
Geschwister-Scholl-Straße 33-37
44135 Dortmund
Telefon (02 31) 5 34 21 74
Telefax (02 31) 5 34 21 75
info(at)jungenarbeiter.de