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„Wie geht's, wie steht's?"

Broschüre

„Wissenswertes für männliche Jugendliche und junge Männer" (so der Untertitel) enthält diese, mit über hundert Seiten im DIN-A5-Format sehr umfangreiche Broschüre der BZgA, deren erste Auflage zur Zeit produziert wird.

„Schon gewusst, weshalb ein kleiner Penis vorteilhafter sein kann als ein großer? Wieso der Penis trotz Lust manchmal nicht steif wird? Oder dass... die Samenflüssigkeit beim Orgasmus auf bis zu 50 km/h beschleunigt wird?"

Die Informationen über die männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane, die ausführlich und durch Zeichnungen illustriert sind, werden durch die Beantwortung derartiger Fragen mit der Erfahrungswelt der Jungen in einen lebendigen Zusammenhang gebracht. Auch bekommt „jedes Ding einen Namen, damit es zu gegebener Zeit leichter fällt, darüber zu sprechen".

Ab Januar 2001 wird die Broschüre bei der BZgA kostenlos erhältlich sein.

  • „Wie geht's, wie steht's?"

Jungen zwischen Kindergarten und Pubertät - Materialien zur Geschlechterrolle

Broschüre

Dieser vom Sexualpädagogischen Team der Pro Familia Flensburg erstellte Reader befasst sich mit dem Thema „Geschlechtsbewusste Jungenarbeit in Grundschulzeit und Vorpubertät".

Wie kann man mit Jungen zwischen 6 und 13 Jahren zum Thema Geschlechterrolle arbeiten? Was kann den Jungen vermittelt werden? Wie ist diese Zielgruppe am besten zu erreichen? Um Fragen wie diese geht es in der neuen Broschüre, die mit Unterstützung des Ministeriums für Frauen, Jugend, Wohnungs- und Städtebau des Landes Schleswig-Holstein zustande gekommen ist.

Neben allgemeinen Überlegungen zur geschlechtsbewussten Jungenarbeit, zur Lebenssituation von 6- bis 13-jährigen Jungen und zur Rolle des Jungenarbeiters enthält diese Arbeitshilfe auch einen Praxisteil: Zwei exemplarische Konzepte für verschiedene Altersgruppen und die Beschreibung von geeigneten Spielen und Übungen ermöglichen einen direkten Einstieg ins Thema.

Insgesamt vermittelt die Broschüre, dass Jungenarbeit für diese Altersgruppe sinnvoll und machbar ist und ermuntert, dieses Thema in die pädagogische Arbeit zu integrieren.

Der im DIN-A5-Format erstellte Reader umfasst 28 Seiten und kostet DM 5,00 zzgl. Porto.

Bestelladresse

PRO FAMILIA Landesverband Schleswig-Holstein
Marienstraße 29-31

24937 Flensburg

Telefon (0461) 90 92 620
Telefax (0461) 90 92 649
E-Mail: profa-sh(at)foni.net

Medienpaket Ess-Störungen

Zwei neue Publikationen ergänzen das „Medienpaket Ess-Störungen" der BZgA, das über Magersucht, Bulimie, Adipositas und den verhängnisvollen Zusammenhang von Diäten und Ess-Störungen informiert: Der über 100-seitige „Leitfaden für Eltern, Angehörige, Partner, Freunde, Lehrer und Kollegen" gibt Auskunft über Entstehungsgeschichte, Symptomatik, mögliche Folgeschäden und therapeutische Ansätze. Er rückt die Varianten Übergewicht, Magersucht und Ess-Brechsucht ins Zentrum. Im Anhang enthält diese Broschüre wichtige Adressen zu diesem Themenfeld.

Die zweite Neuerscheinung ist für ModeratorInnen gedacht und ist ein mit 200 Seiten sehr umfangreiches Praxishandbuch für die Arbeit mit Selbsthilfegruppen. Neben den Störungen selbst werden die Modalitäten der Selbsthilfe, ihre Bedeutung innerhalb der Therapie und die Phasen der Gruppenbildung behandelt. Ein Viertel des Heftes ist der praktischen Umsetzung gewidmet und enthält zahlreiche Übungsanleitungen.

Über Fakten und Hintergründe von Ess-Störungen informiert auch ein Pressetext der BZgA vom 23.10.2000 auf der Homepage http://www.bzga.de.

  • Leitfaden für Eltern, Angehörige, Partner, Freunde, Lehrer und Kollegen

Selbst-Verständlich-Andersrum

Broschüre

„Gleichgeschlechtlich orientierte Jugendliche sind Ablehnung und Ausgrenzung, nicht selten sogar Schikanen und Gewalt ausgesetzt." Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle Studien zur Situation schwuler und lesbischer Jugendlicher, die in einem heterosexuell ausgerichteten Erziehungsfeld kaum Orientierungshilfen und Begleitung finden.

Vor dem Hintergrund dieser Studien hat die Aktion Jugendschutz (ajs) einen kleinen Arbeitskreis mit TeilnehmerInnen aus Sexualberatung, Schule und Forschung gebildet, mit denen das achtseitige Faltblatt „Selbst-Verständlich-Andersrum" gemeinsam entwickelt wurde. Diese Broschüre für MultiplikatorInnen aus Schulen, Beratungsstellen und Einrichtungen der Jugendhilfe sowie für interessierte Eltern greift folgende Fragen auf: Wie entsteht Homosexualität? Woher stammen Ablehnung und Angst davor? Wie erleben Jugendliche ihr Coming Out? Wo erfahren sie, wo ihre Eltern Unterstützung?

3001 Selbst - Verständlich - Andersrum, 8 S.,
Einzelpreis: 0,50 EUR
Staffelpreis ab 100 Stück 0,40 EUR
Staffelpreis ab 1000 Stück 0,35 EUR

Bestelladresse

Aktion Jugendschutz (ajs)
Landesarbeitsstelle Baden-Württemberg
Stafflenbergstraße 44
70184 Stuttgart
Telefon (0711) 237 37-0
Telefax (0711) 237 37-30

Menschen mit Behinderung als Mütter und Väter!?

Broschüre

Die Broschüre „Menschen mit Behinderung als Mütter und Väter!?" ist das Resultat einer intensiven Zusammenarbeit des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Berlin, der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales und Frauen Berlin und dem Berliner Arbeitskreis „Sexualität, Partnerschaft und Behinderung".

Sie befasst sich mit dem in der Öffentlichkeit weitgehend tabuisierten und kontrovers diskutierten Thema „Kinderwunsch von Menschen mit Behinderung", das aus sozialpädagogischer und juristischer Sicht detailliert erörtert wird. So enthält diese Broschüre neben einer umfangreichen Darstellung rechtlicher Grundlagen auch zahlreiche Handlungsempfehlungen zum konkreten Umgang mit den Wünschen von Menschen mit Behinderung, die Mütter und Väter sind oder werden wollen. Ein ausführlich recherchierter Adressenteil schließt sich an, in dem Anschriften von Beratungs- und Informationsstellen sowie Wohneinrichtungen aufgeführt sind.

Das Heft ist vor allem zur sachgerechten Information und Unterstützung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Einrichtungen für Behinderte gedacht, die sich direkt mit diesem Thema konfrontiert sehen.

Bestelladresse

Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin
LAGeSo
Frau Jeschonnek - V D 32
Postfach 31 09 29

10639 Berlin

Schmuckes Risiko. Piercing und Tattoo

Broschüre

Eine Broschüre der AOK zum selben Thema richtet sich direkt an Jugendliche, und während das oben beschriebene Heft angemessen sachlich in Text und Gestaltung bleibt, ist der AOK-Publikation eine mit Tattoo-Motiven und „trendigen" Farbkompositionen besonders schön gestaltete Publikation gelungen. Zitate und Fotos von Jugendlichen lassen keinen Zweifel daran, dass Tattoos „in" sind und pauschale Warnungen die Jugendlichen wohl kaum noch erreichen. Dementsprechend gibt es auch hier konkrete Informationen über all das, was unbedingt beachtet werden muss, um die Risiken, die mit Piercings und Tattoos verbunden sind, zu minimieren. Die Broschüre im Format DIN A5 umfasst 24 Seiten. Sie beginnt mit kurzen Statements von Jugendlichen, denen ein völkerkundlicher Überblick über die Bedeutung von Körperschmuck und -ritualen in anderen Erdteilen folgt. Man erfährt, wie die Verfahren an den unterschiedlichen Körperstellen funktionieren und worauf auch hier zu achten ist. Auf diverse Erfahrungsberichte folgt schließlich „der Ernstfall": Was sollte vor, während und nach dem Eingriff geschehen, und wo erhält man gegebenenfalls Unterstützung?

Bezug

Die Broschüre ist bei allen AOK-Geschäftsstellen kostenlos erhältlich.

Gentechnologie

Buch

Die Sachbuchreihe „Rotbuch 3000" will vor allem junge LeserInnen „knapp und übersichtlich über populäre Wissenschaftsthemen und politisch-kulturelle Debatten informieren, dabei aber gleichzeitig einen kritischen und engagierten Einstieg in die jeweilige Thematik bieten". Der im September erschienene Band „Gentechnologie"

der Biologin Sabine Riewenherm löst diesen Anspruch ein, in dem die Autorin eine gute Balance findet zwischen verständlicher Sachinfomation, die mit Infokästen, Zitaten und Bildern in ein übersichtliches Layout eingebunden ist, und kritischer Darstellung der ökologischen, ethischen und sozialen Dimensionen und Risiken dieser Eingriffe in die Erbsubstanz.

Die LeserInnen erfahren in acht kurzen Kapiteln, was „rote" und „grüne" Gentechnologie ist, und womit sie nicht verwechselt werden sollte. Riewenherm zeigt, wie sich diese Technologie seit der Mendelschen Vererbungslehre entwickelt hat und informiert über die verschiedenen Anwendungsbereiche in der Medizin, bei der Fortpflanzung und im Lebensmittelsektor. Sie beleuchtet schließlich auch die gesetzlichen Bestimmungen, das Thema „Patente" und die marktwirtschaftlichen Interessen der so genannten „Life Science-Konzerne".

In ihrem letzten Kapitel lässt die Autorin keinen Zweifel daran, dass aus ihrer Sicht die negativen Auswirkungen der Gentechnologie, die direkt oder indirekt unseren Alltag zunehmend beeinflussen wird, klar überwiegen und angekündigte Versprechungen wie die Lösung des Welthungerproblems nicht in Sicht sind.

Wenngleich die Problematik eines Begriffes wie der Eugenik oder die ethischen Dimensionen des Themas Kinderwunsch und Präimplantationsdiagnostik im Rahmen einer solchen Abhandlung, die ausdrücklich dem „schnellen Zugang" verpflichtet ist, sicher nicht in der gebotenen Tiefe ausgeleuchtet wird, leistet dieses Buch doch einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung des Themas in der Öffentlichkeit und eignet sich zum Beispiel für den Einsatz im Schulunterricht - in Verbindung mit weiteren Materialien, die das Thema auch aus anderen Perspektiven ausloten.

Bezug

Im Buchhandel, Rotbuch 3000
Preis: EUR 7,60 - EUR 8,60 (je nach Band)

Hörfunkspots auf CD

Bereits im dritten Jahr veröffentlicht die BZgA aus Anlass des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember elf aktuelle Hörfunkspots zur Aidsprävention mit DJ Bobo, Guildo Horn, Die Prinzen, Lotto King Karl. Für alle, die sich genauer über die CD und ihre Geschichte informieren wollen, steht ein Pressetext auf der Homepage der BZgA (http://www.bzga.de) bereit.

Pressemitteilungen der BZgA

Ebenfalls im Zusammenhang mit dem Welt-Aids-Tag steht ein ausführlicher Pressetext der BZgA vom 29. August 2000 mit dem Titel „Aidsprävention - Herausforderung in einer globalisierten Welt". Inhalte sind die Kampagne „Gib Aids keine Chance", die Bedeutung arbeitsteiliger Strukturen zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen bei den Präventionsbemühungen und die Ergebnisse der repräsentativen Erhebung „Aids im öffentlichen Bewusstsein", die Ende 1999 durchgeführt wurde. Der letzte Teil ist dem Thema „Aids weltweit" gewidmet, und er schließt mit der Feststellung, dass Präventionsmaßnahmen außerordentlich wirksam sind, wenn sie kontinuierlich und nachhaltig durchgeführt werden.

Sämtliche Maßnahmen der BZgA zum Welt-Aids-Tag werden in einer weiteren Pressemitteilung vom 24. November vorgestellt. Dazu gehören neben bundesweiten Aktionen wie Plakatierungen und Hörfunkspots auch die Anregung und Unterstützung von Aktivitäten vor Ort durch lokale MultiplikatorInnen. Dieser Text informiert auch über Hintergründe der Maßnahmen und die Strategie, „Männer nicht nur als Teil des Problems, sondern als Teil der Lösung zu betrachten"

  • Aidsprävention - Herausforderung in einer globalisierten Welt

Aids ist auch Männersache

Faltblatt

„Anfang 2000 leben rund um den Erdball ca. 34 Millionen Männer, Frauen und Kinder mit HIV oder Aids. (...) Etwa 37.000 Menschen mit HIV und Aids leben heute bei uns." Fakten wie diese enthält das kleinformatige Faltblatt „Aids ist auch Männersache" der BZgA, das passend zum diesjährigen Motto des Welt-Aids-Tages „Männer stellen sich der Verantwortung" entwickelt wurde.

Es geht darin in aller Kürze um traditionelle Männerbilder und problematische Verhaltensweisen wie Risikobereitschaft, um Gesundheitsbewusstsein und Sexualverhalten von Männern, HIV und Aids in der Familie, präventive Maßnahmen und Hilfsangebote.

  • Aids ist auch Männersache

Sexualpädagogische Visionen

Tagung

Vom 22. bis 24. März 2001 veranstaltet die Gesellschaft für Sexualpädagogik (GSP) eine Fachtagung in der Universität Bremen. Auf der Grundlage "einer gewissen Konsolidierung und Professionalisierung der Sexualpädagogik" soll es an diesen drei Tagen u.a. um folgende weiterführenden Fragen gehen:

Wie, mit welchen Themen und Koalitionen kann Sexualpädagogik auf die postmoderne Situation von Sexualität heute reagieren?

Welche Konsequenzen ergeben sich aus den demografischen, kulturellen, medialen und politischen Veränderungen unserer Gesellschaft?

Welche ethischen Themen ergeben sich aus dem Versuch, sexualpädagogische Visionen zu formulieren und sexuelle Selbstbestimmung zu ermöglichen?

Diese und weitere Fragen sollen durch Eingangsreferate entfaltet, in Arbeitsgruppen konkretisiert und in Foren diskutiert, vielleicht beantwortet werden.

Zielgruppe sind alle sexualpädagogisch tätigen MultiplikatorInnen im Erziehungs-, Bildungs,- Sozial- und Gesundheitswesen, WissenschaftlerInnen und PolitikerInnen.

Die Tagungskosten betragen 200 DM (ohne Unterkunft), für Mitglieder der GSP und Studierende 100 DM. Anmeldeschluss ist der 15.1.2001.

Kontakt 

Universität zu Köln
Seminar für Schulpädagogik
GSP/Stefan Timmermanns
Gronewaldstr. 2

50931 Köln

E-Mail: GSPeV(at)gmx.de