Teenagerschwangerschaften international

Teenagerschwangerschaften international

FORUM Sexualaufklärung und Familienplanung Nr. 2/2007 

In diesem dritten Heft der Reihe FORUM zum Thema „Teenagerschwangerschaften“ wird die Perspektive erweitert: Neben Beiträgen über aktuelle Studien aus Deutschland informieren wir über repräsentative Daten und Präventionsansätze aus anderen europäischen Ländern. Zu Anfang gibt das Statistische Bundesamt einen Überblick über die Anzahl der Geburten und Schwangerschaftsabbrüche minderjähriger Frauen in Deutschland und zeigt die Entwicklung in den Jahren 2000 bis 2006 auf.

Auf der Grundlage von Befragungen rund 1800 minderjähriger Schwangerer in Beratungsstellen der pro familia haben sich Fachleute mit Risikofaktoren und Verhütungsfehlern befasst, die häufig Ursache für ungewollte Schwangerschaften sind.

Wir berichten über eine Studie im Auftrag der BZgA, in der auf der Basis von 100 Experteninterviews ermittelt wurde, welche Angebote und Hilfen es für minderjährige Schwangere in Berlin und Brandenburg gibt, ob die bestehenden Angebote bekannt sind und ob sie von den Jugendlichen angenommen werden. Hintergrund sind die im Ländervergleich relativ hohen Zahlen von Teenagerschwangerschaften in den ostdeutschen Regionen.

„Schwanger unter 18“ heißt ein neues Internetangebot der BZgA, dessen Grundlagen und Bausteine wir vorstellen. Es richtet sich an schwangere junge Frauen, ihre Partner und Familien sowie an Jugendliche, die sich über das Thema informieren wollen.

Unser Autor Osmo Kontula hat es übernommen, einen Überblick über Entwicklungen der Fertilitäts- und Geburtenraten minderjähriger Mütter in ganz Europa zu geben. Die von ihm ausgewerteten Daten des Council of Europe (Europarates) belegen einen Rückgang der Geburtenraten Minderjähriger seit 1990, zugleich aber deutliche Unterschiede zwischen West- und Osteuropa, für die er Faktoren wie soziale Ungleichheit, Armut, den mangelnden Zugang zu Beratungsangeboten und sicheren Verhütungsmitteln verantwortlich macht.

Autorinnen aus Norwegen, Irland und Island berichten über die sehr unterschiedlichen Problemstellungen, gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Präventionsansätze in Bezug auf minderjährige Schwangere und Mütter in ihren Ländern.

Die internationalen Beiträge des Heftes machen deutlich, wie sehr gerade der Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit, wie sehr Möglichkeiten und Maßnahmen der Sexualaufklärung und Familienplanung vom kulturellen Kontext abhängig sind, aus dem sie hervorgehen.

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Teenagerschwangerschaften international (56 Seiten, 800 kB)
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englische Version:
Teenage pregnancies internationally 

 

Bibliografische Daten

Medium: Print
Erscheinungsdatum: 11/2007
Bestellnummer: Dieses Medium ist leider vergriffen
Bezugsbedingungen: kostenlos

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