Die Anwendungsproblematik der vorgeburtlichen Diagnostik

Hier geht es um konkrete Erfahrungen mit der pränatalen Diagnostik (PD): Über 1.200 Interviews mit Schwangeren bilden die Basis dieser Untersuchung, bei der die Motive, Einstellungen und Erfahrungen von Frauen im Umgang mit der PD erforscht wurden. Weltweit wurden im Rahmen der Studie auch HumangenetikerInnen zu ihren Einstellungen befragt – mit extrem unterschiedlichen Ergebnissen

Die Herausforderung des Menschen durch Genomforschung und Gentechnik

Der Beitrag zum Werte-Diskurs ist ein Plädoyer dafür, die Gentherapie und Genomforschung per Gesetz an die Zielsetzungen des ärztlichen Handelns zu binden, nämlich Krankheit zu heilen, zu vermeiden oder zu lindern, um sie nicht-medizinischen Zwecken – etwa den Bereichen Arbeitsmarkt oder Versicherungswesen - zu entziehen

Gestern war heute noch morgen. Verheißungen von Reprogenetik und Embryonenforschung

Mit den gentechnischen Verfahren im Dienst der Reproduktionsmedizin und der Embryonenforschung verbinden sich hohe Erwartungen und Hoffnungen, die hier in vielen Punkten kritisch hinterfragt werden

Kinderwunsch bei genetischer Vorbelastung –
Einblick in den humangenetischen Alltag

In Beratungsgesprächen ist die Humangenetikerin, der Humangenetiker häufig mit dem Thema »Kinderwunsch bei Personen mit genetischer Vorbelastung« befasst. Welche Risiken für zukünftige Kinder ergeben sich aus der genetischen Vorbelastung, welche Entscheidungsalternativen gibt es für das Paar, was sind die Möglichkeiten der vorgeburtlichen Diagnostik und können die neuen Methoden der assistierten Reproduktion hilfreich bei der Verwirklichung des Kinderwunsches sein? Das sind nur einige der Fragen, die sich die betroffenen Paare stellen. Im Folgenden sollen Einblicke in die Praxis der humangenetischen Beratung gegeben, gesetzliche Grundlagen und Methoden der vorgeburtlichen Diagnostik erläutert werden.

Reproduktionsmedizin, Gentechnik und die Angst vor der Eugenik

Mit der modernen Reproduktionsmedizin verbinden sich häufig Ängste vor der Eugenik, die qua Definition darauf zielt, nützliche und positive erbliche Eigenschaften zu fördern. Dabei bleibt es immer eine Interpretationsfrage, was etwa als nützlich gelten kann. Dieser historische Exkurs zur Eugenik und eine genaue Begriffsbestimmung sollen der Versachlichung der Ethik-Debatte dienen

Ver(un)sicherung durch pränatale Diagnostik
Psychosoziale und biographische Aspekte

Inwieweit biographische und psychosoziale Aspekte für den Umgang von Frauen mit den Angeboten der Pränataldiagnostik relevant sind, ist Thema dieses Berichts. Die Autorin analysiert Einstellungs- und Deutungsmuster, die für die Anwendung der PD und die Auseinandersetzung mit der Möglichkeit einer angeborenen Behinderungen beim Kind bedeutsam sind

Verantwortliche Elternschaft und pränatale Diagnostik1

Weil Pränataldiagnostik in den letzten Jahren zum Standardverfahren geworden ist, muss Schwangerschaftsberatung dringend medizinische, soziale und ethische Aspekte integrieren. Die stillschweigende gesellschaftliche Zustimmung bei Schwangerschaftsabbrüchen aufgrund einer voraussichtlichen Behinderung des Kindes erscheint der Autorin moralisch nicht vertretbar. Die Frage, was heute unter »verantwortlichem Verhalten der Eltern« zu verstehen ist, gilt es zu diskutieren.