Das Sexualleben der älteren Frau - ein tabuisiertes Thema?

Die Autorin hat sich kritisch mit Studien zum Sexualleben der älteren Frau auseinandergesetzt. Sie stellt die Frage ins Zentrum, wovon eigentlich Qualität und Quantität weiblicher Sexualität nach den Wechseljahren abhängen und verweist auf den wichtigen Aspekt der Selbstannahme für eine befriedigende Sexualität.

Nichts bleibt, wie es ist: Vom Verlustdenken zur selbstbewussten kreativen Gestaltung einer altersgemäßen Sexualität

Wie eine altersgemäße Sexualität selbstbewusst gestaltet werden kann, zeigt Oswald Kolle, der pragmatisch darstellt, welche körperlichen Fähigkeiten im Alter erhalten bleiben, welche verloren gehen, welche Hilfsmittel die moderne Medizin zur Verfügung stellen kann und wie mit den im Alter vorhandenen Potenzialen kreativ umgegangen werden kann.

Sexualität des alternden Mannes

Medizinische, soziale und psychische Aspekte der Sexualität älterer Männer stehen im Zentrum dieses Berichts, den die Autoren auf Ergebnisse diverser empirischer Untersuchungen gründen. Er informiert über Vorstellungen und Wünsche bezüglich der Sexualität, tatsächliche sexuelle Aktivität, sexuelle Störungen und die Determinanten sexueller Zufriedenheit.

Sexualität und Älterwerden. Ein Arbeitsschwerpunkt der pro familia

Der Bericht informiert über das breitgefächerte Angebot der pro familia für ältere Menschen: Sexual- und Paarberatung, Wechseljahresgruppen, themenspezifische Gesprächskreise und Telefonsprechstunden. Auch ExpertInnentagungen und Fortbildungen gehören zum Programm. Teil 2 ist ein Praxisbericht zur Sexualberatung ältere Menschen.

Sexuelle Realitäten älterer Frauen

Die Autorin gibt einen Forschungsüberblick über weibliche Sexualität im Alter und berichtet über eigene Untersuchungsergebnisse aus psychologischer Perspektive. So stellt sie etwa fest, dass - anders als medizinische Studien dies nahe legen - das sexuelle Interesse und die Erregbarkeit der Frauen eher relativ unbeeinflusst von den Wechseljahren und dem Östrogenstatus sind und sexuelle Lust von vielen anderen Faktoren abhängt.

Spätmoderne 60-Jährige

Die Sexualität älterer Menschen ist so vielfältig wie die jüngerer und hängt davon ab, in welcher Beziehungsform ein Mensch lebt, zudem von Schichtzugehörigkeit, Gesundheit, Lebensbedingungen, individueller Biografie und nicht zuletzt den kollektiven Einstellungen seiner Generation. Dass es „die Alterssexualität“ gar nicht gibt, belegen die Resultate dieser Studie, in der 258 großstädtische 60-Jährige nach ihren Beziehungsbiografien befragt wurden.

„Anti-Aging" - rückwärts in die Zukunft.
Über den Umgang mit Alter und Sexualität in unserer Gesellschaft

Wie das Älterwerden in den Medien thematisiert wird und welche „Auswege“ eine am Jugendkult orientierte Gesellschaft anbietet, haben die Autorinnen dieses Beitrags untersucht. Sie plädieren dafür, die zweite Lebenshälfte als Chance zu begreifen, um eigene Modelle von Kultur, Verhalten und Sexualität zu entwickeln und sie nicht nach dem Muster der ersten zu leben.