Die »Wiederherstellung der Jungfräulichkeit«
Zum möglichen Umgang mit einer unmöglichen Operation

Dieser Beitrag wendet sich dem emotional aufgeladenen Thema der Hymenrekonstruktion zu. Zunächst folgen begriffliche Klärungen von Hymen, Jungfräulichkeit und Hymenrekonstruktion. Im nächsten Schritt wird ein kurzer Blick auf die öffentliche Diskussion geworfen und zum Abschluss die Frage diskutiert, wie Ärzteschaft und Beratungsstellen mit der Anfrage nach einem solchen operativen Eingriff umgehen sollten.

Intimmodifikationen bei Jugendlichen

Die Autorin konstatiert einen breiten gesellschaftlichen Trend zu Intimrasur und Intimpiercing und skizziert Genitalchirurgie als schnell wachsendes Arbeitsfeld für kosmetische Chirurgen, insbesondere in den USA. Sie stellt Bezüge zu parallel verlaufenden Phänomenen wie der »Pornografisierung der Alltagskultur« her und analysiert Ursachen für die Zunahme von Intimmodifikationen.

Wie formbar ist Intimität?
Kritische Anmerkungen zur Intimchirurgie der Frau

Intimchirurgische Eingriffe sind längst keine Einzelfälle mehr. Nach Tattoos und Piercings sind operative Veränderungen der Genitalregion bei Frauen und auch bei Männern im Mainstream angekommen, werden in Gesundheitsreportagen der großen Fernsehsender und in Print-Journalen thematisiert und mit zahllosen VorherNachher-Fotos auf den Homepages ästhetischer Chirurgen dokumentiert. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) hat sich bereits im Jahr 2009 kritisch mit diesem Trend befasst.1 In diesem Beitrag soll die Auseinandersetzung mit dem Thema vertieft werden.