Die große Offenheit seit der »sexuellen Revolution« – nur ein Mythos?
Die Scham ist nicht vorbei

Bindungsmuster werden über Generationen weitergegeben, und die Veränderung des Verhaltens, insbesondere in intimen Situationen, ist ein langwieriger, persönlicher Prozess, der durch die sexuelle Revolution nur angestoßen und flankiert, nicht aber vollendet werden konnte. Die Scham ist nicht vorbei, und das Frappierende: In einer übersexualisierten Gesellschaft ist die Scham selbst nicht erlaubt.

Die Schöne Neue Welt der digitalen Intimität¹

»Wen interessiert es schon, was ich den ganzen Tag so treibe?« Anscheinend ziemlich viele. Selbst Mark Zuckerbergs Hund hat neuerdings Freunde auf Facebook. Die Kommunikation über Awareness-Tools wie Twitter könnte unsere sozialen Bindungen nachhaltig beeinflussen. Ein analytischer Blick auf das Gegenwartsphänomen des Umgebungsbewusstseins.

Die »Wiederherstellung der Jungfräulichkeit«
Zum möglichen Umgang mit einer unmöglichen Operation

Dieser Beitrag wendet sich dem emotional aufgeladenen Thema der Hymenrekonstruktion zu. Zunächst folgen begriffliche Klärungen von Hymen, Jungfräulichkeit und Hymenrekonstruktion. Im nächsten Schritt wird ein kurzer Blick auf die öffentliche Diskussion geworfen und zum Abschluss die Frage diskutiert, wie Ärzteschaft und Beratungsstellen mit der Anfrage nach einem solchen operativen Eingriff umgehen sollten.

Intimmodifikationen bei Jugendlichen

Die Autorin konstatiert einen breiten gesellschaftlichen Trend zu Intimrasur und Intimpiercing und skizziert Genitalchirurgie als schnell wachsendes Arbeitsfeld für kosmetische Chirurgen, insbesondere in den USA. Sie stellt Bezüge zu parallel verlaufenden Phänomenen wie der »Pornografisierung der Alltagskultur« her und analysiert Ursachen für die Zunahme von Intimmodifikationen.

Intimrasur als neue Körpernorm bei Jugendlichen

Als einen neuen Standard der Körperpflege, der ausgesprochen verbreitet und akzeptiert ist, haben die Autorinnen dieses Artikels das Phänomen »Intimrasur« analysiert, dem sie in einer qualitativen Interviewstudie nachgegangen sind. »Wenn man es macht, kann man nichts falsch machen«: 160 Frauen und Männer zwischen 16 und 19 Jahren berichten über ihre Einstellungen und ihren Umgang mit Intimrasur.

Mein Körper gehört mir

In der Familie die richtige Balance zwischen Nähe und Distanz zu finden ist wichtig, aber nicht immer leicht. Schamgefühle helfen dabei.

Wie formbar ist Intimität?
Kritische Anmerkungen zur Intimchirurgie der Frau

Intimchirurgische Eingriffe sind längst keine Einzelfälle mehr. Nach Tattoos und Piercings sind operative Veränderungen der Genitalregion bei Frauen und auch bei Männern im Mainstream angekommen, werden in Gesundheitsreportagen der großen Fernsehsender und in Print-Journalen thematisiert und mit zahllosen VorherNachher-Fotos auf den Homepages ästhetischer Chirurgen dokumentiert. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) hat sich bereits im Jahr 2009 kritisch mit diesem Trend befasst.1 In diesem Beitrag soll die Auseinandersetzung mit dem Thema vertieft werden.

»Liebe ist …«
Zur Entstehung von Intimität und Gefühl im modernen Familienleben¹

Dieser historische Rückblick zeigt, wie sich Intimität in der modernen Kleinfamilie herausgebildet hat. In der bürgerlichen Gesellschaft mit ihrer charakteristischen Trennung der privaten und öffentlichen Sphäre war es vor allem die Rolle der Frau, die sich radikal veränderte.