Die Herausforderung des Menschen durch Genomforschung und Gentechnik

Der Beitrag zum Werte-Diskurs ist ein Plädoyer dafür, die Gentherapie und Genomforschung per Gesetz an die Zielsetzungen des ärztlichen Handelns zu binden, nämlich Krankheit zu heilen, zu vermeiden oder zu lindern, um sie nicht-medizinischen Zwecken – etwa den Bereichen Arbeitsmarkt oder Versicherungswesen - zu entziehen

Ethik der Biotechnik am Menschen

Welche ethischen Grenzen gibt es und muss es für die Genforschung geben? Der Autor hält eine breite gesellschaftliche Debatte darüber, „wie wir leben wollen“, für unerlässlich, um die rasanten Fortschritte der Biomedizin sozial verträglich mit zu gestalten

Präimplantationsdiagnostik –
ein diskriminierendes Verfahren?

Nach langjährigen kontroversen Diskussionen wurde die Präimplantationsdiagnostik im vergangenen Sommer zugelassen. Für die Autorin zeigen die Debatten in Parlament und Medien im Vorfeld der gesetzlichen Neuregelung, aber auch die Parlamentsentscheidung selbst, eine widersprüchliche gesellschaftliche Haltung gegenüber Menschen mit Behinderungen.

Präimplantationsdiagnostik.
Einige philosophische Anmerkungen

»Wie der Status der befruchteten menschlichen Eizelle nun am Ende ist, kann die Philosophie – auf sich gestellt – allein nicht klären.« Wie das Konzept der Menschenwürde sowohl für als auch gegen die Präimplantationsdiagnostik beansprucht werden kann, mit welchen Argumenten eine »selektive Wahrnehmung ethischer Relevanz« kritisiert wird und wie doch immerhin logische, gedankliche, begriffliche Klarheit hergestellt werden kann, soll im folgenden Überblick zentraler philosophischer Positionen gezeigt werden.

Reproduktionsmedizin, Gentechnik und die Angst vor der Eugenik

Mit der modernen Reproduktionsmedizin verbinden sich häufig Ängste vor der Eugenik, die qua Definition darauf zielt, nützliche und positive erbliche Eigenschaften zu fördern. Dabei bleibt es immer eine Interpretationsfrage, was etwa als nützlich gelten kann. Dieser historische Exkurs zur Eugenik und eine genaue Begriffsbestimmung sollen der Versachlichung der Ethik-Debatte dienen

Verantwortliche Elternschaft und pränatale Diagnostik1

Weil Pränataldiagnostik in den letzten Jahren zum Standardverfahren geworden ist, muss Schwangerschaftsberatung dringend medizinische, soziale und ethische Aspekte integrieren. Die stillschweigende gesellschaftliche Zustimmung bei Schwangerschaftsabbrüchen aufgrund einer voraussichtlichen Behinderung des Kindes erscheint der Autorin moralisch nicht vertretbar. Die Frage, was heute unter »verantwortlichem Verhalten der Eltern« zu verstehen ist, gilt es zu diskutieren.

Zur Frage pränataler Diagnostik als Routine und der Zweitrangigkeit psychosozialer Beratung

Vor dem Hintergrund einer Studie zur Versorgungs- und Beratungssituation schwangerer Frauen und Paare sowie der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen bietet der Beitrag Einschätzungen der aktuellen psychosozialen und interdisziplinären Beratungs- und Versorgungssituation schwangerer Frauen im Kontext von Pränataldiagnostik. Der Artikel streift auch die in diesem Zusammenhang veränderte Rolle der Hebamme.