Sexualität als Recht auch für Menschen mit Behinderung¹

In den letzten Jahrzehnten hat sich vieles im Sinne einer Humanisierung der Lebens verhältnisse von Menschen mit Behinderung getan, auch Sexualität ist als Thema in vielen Einrichtungen und Diensten inzwischen enttabuisiert. Bis Sexualität allerdings für Menschen mit Behinderung ein »normales« Thema wird, bedarf es weiterer umfassender Anstrengungen und einer veränderten Haltung zum Recht von Menschen mit Behinderung auf Sexualität und Reproduktion. In einer Bestands aufnahme werden historische und gegenwärtige Entwicklungen dargestellt und Ansprüche an eine sexualfreundliche Zukunft abgeleitet.

Sexuelle Selbstbestimmung im betreuten Wohnen?
Vom Recht und der Rechtswirklichkeit

Grundvoraussetzung für eine selbstbestimmte Sexualität bildet die Selbstbestimmung im Alltag. Diese wiederum erfordert aber vor allem strukturelle Veränderungen der Wohn- und Lebenssituation behinderter Frauen und Männer, so Julia Zinsmeister in ihrem Beitrag über juristische Aspekte des Themas »Sexualität und Behinderung«.

Von der Fremdbestimmung zur Selbstbestimmung.
Die UN-Behindertenrechtskonvention und die sexuelle Selbstbestimmung behinderter Menschen

Die Behindertenrechtskonvention ist das erste internationale Dokument, in dem Behinderung konsequent aus einer Menschenrechtsperspektive betrachtet wird. Sigrid Arnade berichtet vom langen Weg bis zu diesem Abkommen, seiner generellen Bedeutung sowie den Folgen dieses grundlegenden Blickwechsels für die sexuellen Rechte behinderter Menschen.