Abschied von der »guten« Mutter. Gedanken zum Thema Mutterschaft und weibliche Freiheit

Gesetz und öffentliche Meinung definieren heute, was Mütterlichkeit ist oder sein sollte. Der Beitrag setzt den Begriff der Freiheit der Frau – und nicht deren gesellschaftlichen Nutzen – ins Zentrum der Überlegungen zur Mütterlichkeit. Eine Freiheit, die möglicherweise über das Modell einer Gesellschaft von unabhängigen Individuen mit konkurrierenden Interessen hinaus verweist.

Starke Mädchen verändern die Welt

Mädchen und junge Frauen werden weltweit vielfach nur aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt und diskriminiert. Sie haben eine niedrigere gesellschaftliche Stellung, können ihre Rechte nicht gleichermaßen wahrnehmen und erfahren eine geringere Wertschätzung als Jungen und Männer. Sie sind öfter von sexualisierter Gewalt betrof-
fen, gehen seltener zur Schule und werden früh verheiratet. Das Kinderhilfswerk Plan setzt sich dafür ein, dass Mädchen und Jungen ihre Rechte gleichermaßen wahrnehmen und ein selbstbestimmtes Leben führen können. Dabei wird ein besonderer Fokus auf benachteiligte Mädchen gelegt.

»Alles cool!« Weiblichkeitsvorstellungen und Lebensperspektiven von Mädchen

Die Autorin entlarvt sogenannte moderne Mädchenbilder als eine schlichte Addition: Mädchen behalten ihre tradierten Zuschreibungen und erhalten noch einige der Jungen hinzu, etwa stark und cool zu sein. Eine wirkliche Neuordnung der Geschlechterrollen sei noch nicht verwirklicht und Gleichberechtigung für Mädchen heute »eher ein Lebensgefühl und nicht Realität«. Weil sich dieses Lebensgefühl eher aus Deklarationen und Umdeutungen denn aus realen und grundlegenden Veränderungen speist, definiert sie offene Aufgaben für die Gleichstellungspolitik.