Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu Einelternfamilien in Deutschland

Fast jede vierte Familie in Deutschland ist eine Einelternfamilie. Was aktuelle Statistiken und Studien über sie aussagen, welche Bedarfe und Potenziale Alleinerziehende haben und wodurch sie sinnvoll unterstützt werden können, erläutert dieser einführende Text im Überblick.

Alleinerziehend: verbreitete Lebensrealität – vor allem für Mütter

Alleinerziehende und Lebensgemeinschaften mit Kindern haben Konjunktur: Ihre Zahl steigt an und sie gelten als gewöhnliche Familienformen unter anderen. Dennoch sind bestimmte Gruppen alleinerziehender Mütter und ihre Kinder spezifischen Risiken ausgesetzt, die sich gerade in ihrem Zusammenspiel negativ auswirken. Die Autorin erläutert Risikofaktoren und zeigt Möglichkeiten einer gleichberechtigten Teilhabe auf.

Alleinerziehende Familienernährerinnen und Familienernährer – Zeit für ein neues Leitbild

Dieser Beitrag folgt einer dynamischen Sichtweise auf die Lebenswirklichkeit von Frauen und Männern in Einelternfamilien. Das im Titel angesprochene neue Leitbild wurde von der Sachverständigenkommission für den Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung erarbeitet und zeigt Perspektiven auf, die Alleinerziehenden die Chance bieten, »für ihre kleine Familie existenzsichernd und selbstständig sorgen zu können«.

Alleinerziehende Migrantinnen in Deutschland – Leben im Spannungsfeld von Armut und Selbstbestimmung

Alleinerziehende mit Migrationshintergrund in der Bundesrepublik: das umfasst eine Gruppe von Familien mit mehr als einer halben Million Menschen, die bisher weder in der Forschung noch in der Familienpolitik zum Thema geworden ist. In diesem Beitrag wird ein erster Einblick in die Lage dieser Familien gegeben: Faktoren, die ihre Lebenssituation prägen, biografische Erfahrungen, Geschlechts- und Rollenbilder sowie Handlungsoptionen.

Alleinerziehende mit besonderem Unterstützungsbedarf

Aus der Praxis eines Verbandes, des Sozialdienstes katholischer Frauen, berichtet die Autorin dieses Artikels anhand vieler Beispiele. Sie definiert Gruppen Allein erziehender, die besonderer Unterstützung bedürfen, benennt Risikofaktoren, die in ihrem Zusammenwirken häufig zu Notlagen führen und zeigt, auf welche Weise geholfen werden kann und sollte.

Alleinerziehende Väter im Vergleich mit alleinerziehenden Müttern

Vom Rollenklischee des alleinerziehenden Vaters, von aktuellen statistischen Daten, der spezifischen sozialen Situation, den Ressourcen und Problemen von Männern in Einelternfamilien im Vergleich mit Frauen handelt dieser Artikel.

Arme Alleinerziehende:
Strukturen, Ursachen, Folgen und Mythen

Die Auswertung statistischer Daten im Zeitverlauf belegt die Dauerhaftigkeit, mit der Alleinerziehen ein Armutsrisiko bedeutet. Dieser Beitrag fragt nach den Ursachen für diese Persistenz, die für die Autorin im Wesentlichen in der tradierten Arbeitsteilung in Paarbeziehungen und dem Mythos der »armen Alleinerziehenden« liegen, der dem Fortbestehen von Ungleichheit dient.

Jedes Kind braucht einen Vater (auch wenn er nicht da ist)

Was Jungen und Mädchen zur Entwicklung ihrer Geschlechtsidentität von Männern brauchen, was das für alleinerziehende Mütter bedeutet1 und was getrennt lebende Väter und Mütter für sich und die Kinder tun können, sofern es ihnen gelingt, die Ebene der Schuldzuweisungen zu verlassen, beschreibt Rainer Neutzling in seinem Artikel.

Kinder in Einelternfamilien

Wie Kinder die Trennung ihrer Eltern und den Alltag in Scheidungsfamilien erleben, beschreibt dieser Beitrag aus entwicklungspsychologischer Perspektive. Die Autorin erläutert, welche Faktoren sich stärkend beziehungsweise belastend auf die Verarbeitung dieser Situationen auswirken und bezieht Lebensumstände wie die sozioökonomische Lage der Einelternfamilien in ihre Betrachtungen ein.

Wann wird die Ausnahme zur Normalität?
Alleinerziehende und andere Minderheiten

Die Autorin umreißt die strukturell bedingten Problemlagen und das Selbstverständnis Alleinerziehender aus Sicht des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV). Sie plädiert für eine gleichstellungsorientierte Politik, die die Probleme nicht bei den Alleinerziehenden sucht und die vor allem vom Wohl der Kinder ausgeht und ihnen in allen Lebensformen gleiche Chancen einräumt.