Geburtenraten minderjähriger Mädchen in Europa. Trends und Determinanten

Zwei Drittel aller europäischen Länder erlebten zwischen 1990 und 2003 einen Rückgang der Geburten minderjähriger Mütter, allerdings liegen die Raten in den weniger entwickelten Regionen immer noch deutlich höher als in Westeuropa. Der Autor analysiert sozioökonomische und andere Faktoren, die für frühe Schwangerschaften ursächlich sind, und resümiert: „Sehr häufig haben ungewollte Schwangerschaften und durch sexuelle Kontakte entstandene Gesundheitsrisiken bei Minderjährigen mit sozialer Ungleichheit und Armut zu tun." Er weist auch auf die Bedeutung von vertraulichen Beratungsangeboten zur Sexualaufklärung und der Verfügbarkeit sicherer Verhütungsmittel hin.

Standards für die Sexualaufklärung in Europa. Ein neuer Ansatz zur Sexualaufklärung für die Europäische Region

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das WHO-Regionalbüro für Europa haben der Öffentlichkeit im Herbst 2010 eine neue Publikation zur Sexualaufklärung vorgestellt: Die Schrift »Standards for Sexuality Education in Europe
– a framework for policy makers, educational and health authorities and specialists« (WHO Europe/BZgA 2010) will einen Beitrag zur Verbesserung der Sexualaufklärung in der Europäischen Region der WHO leisten, die 53 Länder umfasst und sich bis Zentralasien erstreckt. Mit den »Standards« wird ein innovativer Ansatz der Sexualaufklärung verfolgt, der die ganzheitliche Natur von Sexualität ins Zentrum stellt.