Geburtenraten minderjähriger Mädchen in Europa. Trends und Determinanten

Zwei Drittel aller europäischen Länder erlebten zwischen 1990 und 2003 einen Rückgang der Geburten minderjähriger Mütter, allerdings liegen die Raten in den weniger entwickelten Regionen immer noch deutlich höher als in Westeuropa. Der Autor analysiert sozioökonomische und andere Faktoren, die für frühe Schwangerschaften ursächlich sind, und resümiert: „Sehr häufig haben ungewollte Schwangerschaften und durch sexuelle Kontakte entstandene Gesundheitsrisiken bei Minderjährigen mit sozialer Ungleichheit und Armut zu tun." Er weist auch auf die Bedeutung von vertraulichen Beratungsangeboten zur Sexualaufklärung und der Verfügbarkeit sicherer Verhütungsmittel hin.

Minderjährige Schwangere in Deutschland
Statistische Daten zu Schwangerschafts­abbrüchen und Geburten

Im Folgenden werden die aktuellen statistischen Daten zu Teenagerschwangerschaften in Deutschland vorgestellt. Aufgrund der Ergebnisse der Schwangerschaftsabbruch­statistik und der Geburtenstatistik für die Altersgruppe der 10- bis 18-Jährigen im Zeitverlauf von 2000 bis 2006 zeigt die Autorin Entwicklungen auf, die auch nach Bundesländern aufgeschlüsselt werden.

Sexuelle und reproduktive Gesundheit. Prävention ungewollter Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche in Norwegen

Mortalität und Morbidität von Müttern sind in Norwegen extrem gering. Das Gleiche gilt für die Kindersterblichkeit. Im ganzen Land gibt es zahlreiche, leicht zugängliche und gemeindenahe Angebote der Gesundheitsfürsorge für Mutter und Kind. Die Autorin stellt die norwegischen Strategien zur Prävention ungewollter Teenager­schwanger­schaften und Schwanger­schafts­abbrüche vor.

Teenagerschwangerschaften in Irland¹

Dieser Artikel wertet die zum Thema „Teenagerschwangerschaften in Irland" verfügbaren statistischen Informationen aus. Am Anfang steht eine Dokumentation der Fertilitätsraten bei Teenagern in Irland und anderen europäischen Ländern. Abschnitt 2 befasst sich mit Teenagern, die von Irland nach Großbritannien reisen, um dort einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen. Im dritten Teil werden Daten zu Geburten und Schwangerschaftsabbrüchen gemeinsam betrachtet, und es wird ein Gesamtbild der Trends bei Teenagerschwangerschaften in Irland sowie im internationalen Umfeld vermittelt. Der letzte Abschnitt umreißt verschiedene Initiativen im Bereich sexuelle Gesundheit und ungewollte Schwangerschaft (crisis pregnancy).

Teenagerschwangerschaften in Island

In den vergangenen Jahrzehnten sanken zwar die Schwangerschaftsraten bei isländischen Jugendlichen, sie sind aber im Vergleich mit den anderen nordischen Ländern noch immer die höchsten. Im Rahmen einer allgemeinen „Geburtenfreudigkeit" stoßen Teenagerschwangerschaften in der isländischen Gesellschaft auf große Akzeptanz, andererseits regen sich immer häufiger auch kritische Stimmen. Drei erklärende Faktoren für die vergleichsweise höheren Schwangerschaftsraten in Island werden beschrieben: der kulturelle Kontext, die frühen sexuellen Erfahrungen und der Mangel an altersgerechter Sexualberatung.