„Die Frauen können es, man lässt sie nur nicht!"

Heute werden Schwangerschaft und Geburt weniger als natürliche denn als risikoreiche Ereignisse wahrgenommen; geburtsmedizinische Interventionen sind zur Regel geworden. Diese Entwicklung wird aus geburtshilflicher Sicht kritisch bewertet. Rockenschaub plädiert für eine intensive Geburtsvorbereitung, die das Selbstbewusstsein der Frauen stärkt und für eine Rückbesinnung auf einfühlsame „Hebammenkunst"

„Die Geburtshilfe entwickelt sich hin zu einer prospektiven Medizin und einer Medizin der Frau."

Im Laufe von rund 50 Jahren haben bahnbrechende medizinische Neuerungen wie etwa Bluttransfusion, CTG und Ultraschall die Geburtshilfe vollständig verändert. Angesichts der gegenwärtigen Möglichkeiten einer prospektiven, angebotsorientierten Medizin kommt den GynäkologInnen verstärkt die Aufgabe zu, gemeinsam mit der schwangeren Frau den individuell richtigen Weg zwischen technikarmer Geburt, etwa im Geburtshaus, und intensiver medizinischer Betreuung zu finden