Das Schwangerschaftskonfliktgesetz und seine Umsetzung: Ausgewählte Ergebnisse des Projektes »Interdisziplinäre und multiprofessionelle Beratung bei Pränataldiagnostik und Schwangerschaftsabbruch(§imb-pnd)«

Zwei Jahre nach Einführung neuer gesetzlicher Regelungen zur vorgeburtlichen Diagnostik befasst sich dieser Text mit deren Einfluss auf Kooperationen in den Arbeitsfeldern Pränataldiagnostik und psychosoziale Beratung.

Die neue gemeinsame Broschüre der Verbände zur Pränataldiagnostik.
Informationen über Beratung und Hilfen bei Fragen zu vorgeburtlichen Untersuchungen

Um den Rechtsanspruch auf psychosoziale Beratung flächendeckend bekannt zu machen und umfassend über pränataldiagnostische Angebote und ihre Konsequenzen zu informieren, haben die Wohlfahrtsverbände, die in der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) zusammengeschlossen sind, eine Broschüre erarbeitet. Über die Hintergründe und Ziele dieser mit Unterstützung der BZgA entstandenen Broschüre berichtet dieser Beitrag.

Hilfen für schwangere Frauen in Notlagen. Zentrale Ergebnisse der Evaluation der »Bundesstiftung Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens«

Frauen in Notlagen, die finanzielle Hilfe aus Mitteln der Bundesstiftung Mutter und Kind in Anspruch nehmen möchten, müssen diese grundsätzlich in Schwanger - schaftsberatungsstellen beantragen. Eine Evaluation des Bundesfamilienministeriums belegt neben den unmittelbaren Wirkungen der finanziellen Unterstützung deutliche positive Effekte durch die Verortung in den Beratungsstellen: Der damit eröffnete niedrigschwellige Zugang zur Schwangerschaftsberatung und darüber hinaus ins vielfältige System früher Hilfen wird von Antragstellerinnen sowie von Fachleuten als sinnvoll und hilfreich erlebt.

Interprofessionelle Qualitätszirkel in der Pränataldiagnostik¹:
Ein Modellprojekt verbessert die Versorgung

Das von der BZgA in den Jahren 2003 bis 2007 geförderte Modellprojekt hatte zum Ziel, die Kooperation zwischen Ärzten und Ärztinnen auf der einen Seite und psychosozialen Beraterinnen auf der anderen Seite anzuregen, um dadurch die psychosoziale Beratung langfristig stärker in der Versorgungsstruktur zur Pränataldiagnostik zu verankern. In welchem Ausmaß wurde dieses Ziel erreicht? Welche Veränderungen und insbesondere welche Verbesserungen hat das Modellprojekt bewirkt?

Psychosoziale Beratung in der Pränataldiagnostik - ein Muss bei pathologischem fetalen Befund¹

Im Rahmen von drei Modellprojekten wurde regelhaft psychosoziale Beratung im Kontext von Pränatalmedizin angeboten. 512 Frauen, die diese Beratung in Anspruch genommen haben, geben in einer Evaluation Auskunft über den Anlass zur Durchführung von Pränataldiagnostik, die Befunde und die psychische Belastung, der sie sich ausgesetzt sahen. Sie bewerten auch die Unterstützung, die sie durch psychosoziale Beratung erhielten.

Schwanger und Kundin? Verantwortung und Zumutungen im Kontext pränataler Diagnostik

Aktuelle Studien zeigen Ungereimtheiten bei den Einstellungen und Verhaltensweisen der Frauen in Bezug auf pränatale Diagnostik auf. Welche spezifischen Bedürfnisse schwangere Frauen haben und weshalb professionelle Zuwendung diesen Bedürfnissen nur teilweise gerecht wird, erläutert die Autorin unter anderem aus ethnologischer Perspektive.

Veränderungen in der gynäkologischen Praxis durch Pränataldiagnostik

Was es konkret bedeutet, im Rahmen der gynäkologischen Praxis umfassend über Pränataldiagnostik zu beraten, und weshalb auch bei ausführlicher Beratung der Anspruch an die schwangeren Frauen, „informierte Entscheidungen" treffen zu sollen, kaum einlösbar ist, schildert dieser Beitrag. Es wird deutlich, wie einschneidend Pränataldiagnostik die frauenärztliche Arbeit verändert hat.

Versorgung bei Pränataldiagnostik weiter verbessern: Ein Modellprojekt und seine Fortführung in der Praxis

Im Folgenden werden Ergebnisse des Modellprojekts »Beratung bei Pränataldiagnostik« vorgestellt. Es geht um die Frage, wie Schwangere besser und frühzeitiger über Pränataldiagnostik informiert werden können und um Formen konstruktiver Zusammenarbeit zwischen Expertinnen und Experten aus den Bereichen der Gynäkologie und der psychosozialen Beratung.

Vom Recht auf Beratung im Kontext von Pränataldiagnostik

Vom Rechtsanspruch auf psychosoziale Beratung handelt dieser Artikel. Er beschreibt Aufgaben und Leistungen von Schwangerschaftsberatungsstellen im Bereich Pränataldiagnostik und zeigt, wie sehr gerade nicht-medizinische Angebote den Bedürfnissen schwangerer Frauen und ihrer Partner gerecht werden.

Zur Frage pränataler Diagnostik als Routine und der Zweitrangigkeit psychosozialer Beratung

Vor dem Hintergrund einer Studie zur Versorgungs- und Beratungssituation schwangerer Frauen und Paare sowie der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen bietet der Beitrag Einschätzungen der aktuellen psychosozialen und interdisziplinären Beratungs- und Versorgungssituation schwangerer Frauen im Kontext von Pränataldiagnostik. Der Artikel streift auch die in diesem Zusammenhang veränderte Rolle der Hebamme.

»Die PND wird auch weiterhin für mich eines der schwierigsten Kapitel unseres Fachgebietes sein.« Pränataldiagnostik in der frauenärztlichen Praxis

Die Autorin ist seit 25 Jahren als Gynäkologin tätig und berichtet zum zweiten Mal in der Reihe FORUM über Veränderungen durch Pränataldiagnostik im frauenärztlichen Alltag. Aktuell hat sie für diesen Artikel ein Meinungsbild von annähernd 40 Kolleginnen und Kollegen zu diesem Thema eingeholt und verarbeitet.