Asylbewerberinnen und Flüchtlingsfrauen in der Europäischen Union: Rechte auf sexuelle und reproduktive Gesundheit noch immer unzureichend verwirklicht

Die Autorinnen thematisieren, dass Asylbewerberinnen und Flüchtlingsfrauen in der Europäischen Union einen unterschiedlichen rechtlichen Status und damit auch nicht dieselben Ansprüche auf Gesundheitsversorgung besitzen. Nur wenige Länder ermöglichen Asylbewerberinnen ungehinderten Zugang zu den Diensten im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung als Kooperationszentrum der WHO

Monika Hünert
Monika Hünert ist Diplom-Pädagogin. Seit 1999 ist sie Referatsleiterin für Zusammenarbeit und Koordination in der Sexualaufklärung und Familienplanung mit den Arbeitsschwerpunkten Gremienarbeit, Kooperationsstrukturen und Vernetzung.mehr

Seit 2002 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) WHO-Kooperationszentrum im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit. In dieser Funktion dient sie als Beratungs- und Informationszentrum der WHO und vernetzt sich mit anderen Kooperationszentren für sexuelle und reproduktive Gesundheit sowie mit staatlichen und nicht staatlichen Organisationen auf nationaler und internationaler Ebene

Die Rolle der WHO bei der Verbesserung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit von Jugendlichen in Europa

Der Beitrag handelt von der Politik und den Strategien der WHO im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit, deren Voraussetzungen und der Kooperation mit 52 Mitgliedsstaaten der Europäischen Region. Ein wichtiges gemeinsames Ziel ist es, Jugendliche in Europa über alle Aspekte der Sexualität und Fortpflanzung zu informieren, sie bei einem verantwortlichen Umgang mit Sexualität und Fortpflanzung und bei der Entwicklung eines gesunden Lebensstils zu unterstützen.

Globale Aspekte der Notfallverhütung und reproduktiven Gesundheit von Frauen¹

In diesem Beitrag geht es um Ergebnisse multinationaler Untersuchungen der WHO zur Notfallverhütung. Vergleichende Studien zu Yuzpe-Methode und Levonorgestrel werden vorgestellt, wobei die Autorin auch auf die Spirale als Notfallkontrazeptivum und auf Mifepristone² Bezug nimmt. Sie weist auf methodische Probleme im Untersuchungskontext hin; dennoch können die Vorzüge von Levonorgestrel - hohe Effektivität und gute Verträglichkeit - eindeutig nachgewiesen werden. Insgesamt wurde die Wirksamkeit der Methoden an 27 Orten in 16 Ländern der Welt untersucht.

Sex und Jugendliche in Europa: Was ist SAFE?

Das Projekt „SAFE" zielt darauf, ein Gesamtbild der sexuellen und reproduktiven Gesundheitsmuster und -trends unter europäischen Jugendlichen zu erstellen und darüber hinaus neue Aktivitäten zu entwickeln, damit diese Bevölkerungsgruppe erreicht und die Gesundheitspolitik in den einzelnen Ländern verbessert wird.

Verhütung für den Mann – ein Arbeitsschwerpunkt der Weltgesundheits­organisation WHO

Weshalb sich die WHO seit rund 30 Jahren intensiv mit der Erforschung der hormonellen Kontrazeption für den Mann befasst, berichtet Kirsten Vogelsong im Interview. Sie umreißt die Bedeutung, die ein solches männliches Verhütungsmittel weltweit hätte und skizziert den aktuellen Forschungsstand auf diesem Gebiet

„Sie haben 72 Stunden Zeit" - pro familia für die rezeptfreie Pille danach

Die Position der pro familia zur Pille danach wird konkretisiert und in internationale familienpolitische Zusammenhänge eingebettet. Die Autorin stellt die Geschichte der Notfallverhütung in Deutschland vor und berichtet über zwei große Aufklärungskampagnen der pro familia in diesem Kontext. Heute setzt sich die pro familia entschieden für eine Freigabe der neuen Generation der Pille danach aus der Rezeptpflicht ein. Diese politische Forderung wurde und wird begleitet von Aufklärungs-, Qualifizierungs- und Vernetzungsmaßnahmen, die im Einzelnen vorgestellt werden.