Schwangerschaften Minderjähriger - Hintergründe und beraterische Anforderungen

Die Autorinnen benennen zahlreiche Gründe für Schwangerschaften bei Minderjährigen und setzen sich kritisch mit der These auseinander, eine allgemein vorverlagerte Geschlechtsreife führte zu früheren sexuellen Erfahrungen und sei damit auch für die Zunahme von Teenager-Schwangerschaften besonders relevant. Sie erläutern Beratungskonzepte und formulieren Anforderungen für die Bereiche Politik und Prävention

Sexuelle und reproduktive Gesundheit. Prävention ungewollter Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche in Norwegen

Mortalität und Morbidität von Müttern sind in Norwegen extrem gering. Das Gleiche gilt für die Kindersterblichkeit. Im ganzen Land gibt es zahlreiche, leicht zugängliche und gemeindenahe Angebote der Gesundheitsfürsorge für Mutter und Kind. Die Autorin stellt die norwegischen Strategien zur Prävention ungewollter Teenager­schwanger­schaften und Schwanger­schafts­abbrüche vor.

Teenager-Schwangerschaften in Sachsen - Angebote und Hilfebedarf aus professioneller Sicht

Die Ergebnisse einer Befragung von ExpertInnen, die mit der Betreuung und Beratung von schwangeren Teenagern in Sachsen befasst sind, bestätigen die These, dass ein niedriger Sozial- und Bildungsstatus und die damit einhergehenden verminderten gesellschaftlichen Teilhabechancen bei der Verwirklichung eines Kinderwunsches im Jugendalter eine besondere Rolle spielen

Teenagerschwangerschaften in Island

In den vergangenen Jahrzehnten sanken zwar die Schwangerschaftsraten bei isländischen Jugendlichen, sie sind aber im Vergleich mit den anderen nordischen Ländern noch immer die höchsten. Im Rahmen einer allgemeinen „Geburtenfreudigkeit" stoßen Teenagerschwangerschaften in der isländischen Gesellschaft auf große Akzeptanz, andererseits regen sich immer häufiger auch kritische Stimmen. Drei erklärende Faktoren für die vergleichsweise höheren Schwangerschaftsraten in Island werden beschrieben: der kulturelle Kontext, die frühen sexuellen Erfahrungen und der Mangel an altersgerechter Sexualberatung.

Unsicheres Verhütungsverhalten junger Mädchen Eine Sekundäranalyse der Studie Jugendsexualität 2001

In dieser Sekundäranalyse wurde versucht, die Gruppe derjenigen Mädchen, die selbst angeben, nicht immer genau auf Verhütung zu achten und die aus diesem Grund potenziell als „schwangerschaftsgefährdet" gelten können, näher zu beschreiben. Es zeigen sich unter anderem Korrelationen hinsichtlich Alter, Familiensituation und religiösen Einstellungen

„Babys sind nicht immer so süß, wie sie aussehen!"Das Projekt „Babybedenkzeit"

Im Projekt „Babybedenkzeit" können Mädchen und Jungen mit einem lebensechten Babysimulator vier Tage lang erleben, was es heißt, rund um die Uhr für ein Baby verantwortlich zu sein. Pädagoginnen begleiten das Projekt, das neben der Vermeidung ungewollter Schwangerschaften auch auf die Prävention von Kindesmisshandlungen zielt

»komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft«
Ein Projekt für Schülerinnen und Schüler zur Berufsorientierung und Lebensplanung

Ein wichtiger Beitrag zur Prävention unerwünschter Schwangerschaften im Jugendalter ist neben der Vermittlung von Verhütungsinformationen vor allem auch die frühzeitige Beschäftigung mit realisierbaren Zukunftsperspektiven. Mit dem personalkommunikativen Projekt »komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft« unterstützt die BZgA seit 2006 Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse, sich auf spielerische Weise mit den eigenen Stärken und ihrer privaten wie beruflichen Zukunftsgestaltung auseinanderzusetzen. Dieses innovative Angebot zur Berufsorientierung und Lebensplanung bezieht Schulen, Eltern und regionale Institutionen mit ein.