Der Runde Tisch »Sexueller Kindesmissbrauch« – Mädchen und Jungen vor sexueller Gewalt schützen

Im folgenden Beitrag stellt die Bundesfamilienministerin die Arbeit des Runden Tisches »Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich« vor.

Einsam oder gemeinsam gegen sexuellen Missbrauch von Kindern?

Wo liegen die Chancen, wo die Grenzen einer institutionalisierten Zusammenarbeit von Jugendämtern und Strafjustiz beziehungsweise Kriminalpolizei bei Sexualdelikten gegen Kinder? Wie (gut) funktionieren solche Arbeitsbündnisse in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich? Diesen Fragen ging ein von der Europäischen Kommission gefördertes Forschungsprojekt nach. Hier werden einige zentrale Ergebnisse für Deutschland präsentiert.¹

Nähe und Distanz
Zum grenzwahrenden Umgang mit Kindern in pädagogischen Arbeitsfeldern

Lassen sich »richtige« Dimensionen von Nähe und Distanz zwischen Kindern und Jugendlichen einerseits und Pädagoginnen und Pädagogen andererseits definieren? Die Autorin hinterfragt diesen Ansatz, indem sie dem Wesen von Nähe und Distanz in Beziehungen nachgeht und stellt die Bedeutung lernfähiger, transparenter Organisationsstrukturen ins Zentrum ihrer Überlegungen zu einem grenzwahrenden Umgang mit Kindern.

Pädophilie, Pädosexualität und sexueller Kindesmissbrauch: Über die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung

Sowohl in der gesellschaftlichen Diskussion und der medialen Berichterstattung als auch in der fachwissenschaftlichen Literatur über sexuellen Kindesmissbrauch wird häufig nicht zutreffend zwischen den unterschiedlichen Phänomenen und Begriffen differenziert. Eine ungenaue und teilweise falsche Verwendung von Begriffen erschwert die notwendige Eindeutigkeit der diagnostischen Zuordnung, was wiederum die Wahl geeigneter Behandlungsansätze, etwa bei potenziellen Tätern, gefährden kann. Der vorliegende Beitrag fokussiert auf die Unterscheidung zwischen sexuellem Erleben und sexuellem Verhalten und betont die Notwendigkeit, zwischen Pädophilie und sexuellem Kindesmissbrauch zu unterscheiden.

Qualitätssicherung in der Gesundheitsförderung und Prävention

Die Autoren zeigen, dass hohe Qualitätsstandards immer mehr zu einem entscheidenden Faktor zur Legitimation für Investitionen in Prävention und Gesundheitsförderung werden. Sie diskutieren Effektivität und Effizienz in diesen Bereichen und führen die Aidsprävention als Beispiel an.

Qualitätsstandards im Umgang mit sexueller Misshandlung von Kindern und Jugendlichen in einem Kinderschutz-Zentrum

Von den Vorgehensweisen der Kinderschutz-Zentren bei vermutetem sexuellen Missbrauch, ihren Grundsätzen und ihrem Angebotsspektrum handelt dieser Artikel.

Sexualkunde und Selbstbehauptungstrainings in Kindergarten und Grundschule
Ansätze und Einschätzungen aus sexualpädagogischer Sicht

Eine kontinuierliche und altersgemäße präventive Arbeit im Vor- und Grundschulalter, an der Erzieherinnen und Erzieher, Elternhaus und Schule mitwirken, ist die beste Strategie, um sexuellem Missbrauch vorzubeugen. Dabei sollte der Schwerpunkt auf eine Stärkung des Selbstwertgefühls und die Selbstwirksamkeit von Jungen und Mädchen gelegt werden.

Was macht Prävention erfolgreich?
Zur Kritik klassischer Präventionsansätze und deren Überwindung

Im folgenden Beitrag wird der in Kindergarten und Grundschule verbreitete Empowerment-Ansatz zur Primärprävention sexuellen Missbrauchs, der auf Selbstschutzfertigkeiten des Kindes zugeschnitten ist, einer Prüfung unterzogen. Grundsätze erfolgreicher Präventionsarbeit werden formuliert, die im Wesentlichen auf fundierter Sexualaufklärung und -erziehung basieren.