Angebote und Hilfebedarf für minderjährige Schwangere und Mütter in Berlin und Brandenburg
Ergebnisse einer Expertenbefragung

Angebote und Hilfen für minderjährige Schwangere in Berlin und Brandenburg standen im Zentrum einer Studie im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die im Zeitraum von September 2005 bis September 2006 durchgeführt wurde. In 100 Interviews wurde das Erfahrungswissen von Expertinnen und Experten ermittelt, die beruflich mit der Betreuung und Beratung von minderjährigen Schwangeren befasst sind.

Geburtenraten minderjähriger Mädchen in Europa. Trends und Determinanten

Zwei Drittel aller europäischen Länder erlebten zwischen 1990 und 2003 einen Rückgang der Geburten minderjähriger Mütter, allerdings liegen die Raten in den weniger entwickelten Regionen immer noch deutlich höher als in Westeuropa. Der Autor analysiert sozioökonomische und andere Faktoren, die für frühe Schwangerschaften ursächlich sind, und resümiert: „Sehr häufig haben ungewollte Schwangerschaften und durch sexuelle Kontakte entstandene Gesundheitsrisiken bei Minderjährigen mit sozialer Ungleichheit und Armut zu tun." Er weist auch auf die Bedeutung von vertraulichen Beratungsangeboten zur Sexualaufklärung und der Verfügbarkeit sicherer Verhütungsmittel hin.

Minderjährige Schwangere in Deutschland
Statistische Daten zu Schwangerschafts­abbrüchen und Geburten

Im Folgenden werden die aktuellen statistischen Daten zu Teenagerschwangerschaften in Deutschland vorgestellt. Aufgrund der Ergebnisse der Schwangerschaftsabbruch­statistik und der Geburtenstatistik für die Altersgruppe der 10- bis 18-Jährigen im Zeitverlauf von 2000 bis 2006 zeigt die Autorin Entwicklungen auf, die auch nach Bundesländern aufgeschlüsselt werden.

Schwangerschaften Minderjähriger - Hintergründe und beraterische Anforderungen

Die Autorinnen benennen zahlreiche Gründe für Schwangerschaften bei Minderjährigen und setzen sich kritisch mit der These auseinander, eine allgemein vorverlagerte Geschlechtsreife führte zu früheren sexuellen Erfahrungen und sei damit auch für die Zunahme von Teenager-Schwangerschaften besonders relevant. Sie erläutern Beratungskonzepte und formulieren Anforderungen für die Bereiche Politik und Prävention

Schwangerschaftsabbrüche und Geburten minderjähriger Schwangerer - die amtliche Statistik

Wie die statistischen Kenntnisse über minderjährige Schwangere ermittelt werden und welche Aussagekraft sie haben, wird in diesem Beitrag aus dem Statistischen Bundesamt beschrieben. Anhand der dargestellten Berechnungsmethoden wird nicht zuletzt deutlich, wie sorgsam die ermittelten Daten gelesen und interpretiert werden müssten, um die Diskussion über eine Zunahme minderjähriger Schwangerer auf solider Grundlage zu führen

Sexuelle und reproduktive Gesundheit. Prävention ungewollter Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche in Norwegen

Mortalität und Morbidität von Müttern sind in Norwegen extrem gering. Das Gleiche gilt für die Kindersterblichkeit. Im ganzen Land gibt es zahlreiche, leicht zugängliche und gemeindenahe Angebote der Gesundheitsfürsorge für Mutter und Kind. Die Autorin stellt die norwegischen Strategien zur Prävention ungewollter Teenager­schwanger­schaften und Schwanger­schafts­abbrüche vor.

Teenager-Schwangerschaften in Sachsen - Angebote und Hilfebedarf aus professioneller Sicht

Die Ergebnisse einer Befragung von ExpertInnen, die mit der Betreuung und Beratung von schwangeren Teenagern in Sachsen befasst sind, bestätigen die These, dass ein niedriger Sozial- und Bildungsstatus und die damit einhergehenden verminderten gesellschaftlichen Teilhabechancen bei der Verwirklichung eines Kinderwunsches im Jugendalter eine besondere Rolle spielen

Teenagerschwangerschaften in Deutschland
Studienergebnisse zu Risikofaktoren und Verhütungsfehlern bei Schwangerschaften minderjähriger Frauen

In dieser Studie der pro familia wurden rund 1800 minderjährige Frauen, die eine Schwangerschafts- oder Schwangerschaftskonfliktberatung in Anspruch genommen haben, nach ihrer sozialen und persönlichen Lebenssituation und den Umständen ihrer Konzeption befragt.

Teenagerschwangerschaften in Irland¹

Dieser Artikel wertet die zum Thema „Teenagerschwangerschaften in Irland" verfügbaren statistischen Informationen aus. Am Anfang steht eine Dokumentation der Fertilitätsraten bei Teenagern in Irland und anderen europäischen Ländern. Abschnitt 2 befasst sich mit Teenagern, die von Irland nach Großbritannien reisen, um dort einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen. Im dritten Teil werden Daten zu Geburten und Schwangerschaftsabbrüchen gemeinsam betrachtet, und es wird ein Gesamtbild der Trends bei Teenagerschwangerschaften in Irland sowie im internationalen Umfeld vermittelt. Der letzte Abschnitt umreißt verschiedene Initiativen im Bereich sexuelle Gesundheit und ungewollte Schwangerschaft (crisis pregnancy).

Teenagerschwangerschaften in Island

In den vergangenen Jahrzehnten sanken zwar die Schwangerschaftsraten bei isländischen Jugendlichen, sie sind aber im Vergleich mit den anderen nordischen Ländern noch immer die höchsten. Im Rahmen einer allgemeinen „Geburtenfreudigkeit" stoßen Teenagerschwangerschaften in der isländischen Gesellschaft auf große Akzeptanz, andererseits regen sich immer häufiger auch kritische Stimmen. Drei erklärende Faktoren für die vergleichsweise höheren Schwangerschaftsraten in Island werden beschrieben: der kulturelle Kontext, die frühen sexuellen Erfahrungen und der Mangel an altersgerechter Sexualberatung.

„Also für mich hat sich einiges verändert ... eigentlich mein ganzes Leben."

Die Autorinnen berichten aus dem Bremer Forschungsprojekt MOSAIK über den Zusammenhang von Teenager-Schwangerschaften und sozialen Risikolagen. Sie verweisen auf die Notwendigkeit einer besonderen institutionellen Förderung junger Mütter, um ihnen die Entwicklung und Umsetzung eigenständiger Lebensperspektiven zu ermöglichen

„Schwanger unter 18"
Ein neues Internetangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Im November 2007 geht der Informationskanal „Schwanger unter 18" online. Er ist gedacht für minderjährige Schwangere, Mütter, Väter und Paare mit Kind und entspricht in Form und Stil dem Rezeptionsverhalten von Jugendlichen. Die Autorinnen erläutern die Hintergründe für dieses Angebot und stellen die Bausteine des Programms detailliert vor.

»Klar, ich bin dafür verantwortlich, aber ICH bin nicht schwanger« Soziale Situation, Lebensumstände und Konfliktlagen von Partnern minderjährig schwangerer Frauen

Die Forschung zu Jugendschwangerschaften weiß bisher wenig über die Situation der Männer im Schwangerschaftskonflikt. In diesem Beitrag werden erste Ergebnisse zu der Rolle und dem Erleben von jungen Männern referiert, deren Partnerinnen ungewollt schwanger wurden.