Angebote und Hilfebedarf für minderjährige Schwangere und Mütter in Berlin und Brandenburg
Ergebnisse einer Expertenbefragung

Angebote und Hilfen für minderjährige Schwangere in Berlin und Brandenburg standen im Zentrum einer Studie im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die im Zeitraum von September 2005 bis September 2006 durchgeführt wurde. In 100 Interviews wurde das Erfahrungswissen von Expertinnen und Experten ermittelt, die beruflich mit der Betreuung und Beratung von minderjährigen Schwangeren befasst sind.

Casa Luna - ein Hilfsangebot für minderjährige Mütter

Eine Mitarbeiterin von Casa Luna, einem Wohnangebot für 14- bis 20-jährige Mütter in Bremen, berichtet über zehn Jahre praktischer Arbeit. Sie beschreibt u.a. den sozialen Hintergrund und die Probleme der jungen Frauen, deren Umgang mit Verhütung sowie die Rolle der Väter

Deutschland - eine „unaufgeklärte Nation"?

Der Autor greift einen Spiegel-Artikel vom September 2002 auf, in dem der Erfolg der Aufklärungskampagnen der vergangenen Jahre stark in Zweifel gezogen wird. Diese Kritik basiert allerdings, wie er zeigt, auf einem unseriösen Umgang mit empirischen Daten zur Jugendsexualität. Am Ende werden Folgerungen für aktuelle Aufgaben einer emanzipatorischen Sexualpädagogik formuliert.

Geburten und Schwangerschaftsabbrüche junger Frauen in Deutschland

Grundlegende Fakten zu Geburten und Schwangerschaftsabbrüchen junger Frauen im Jahr 1998 enthält ein einführender Beitrag des Statistischen Bundesamtes. Unter anderem erfährt man, dass die Anzahl der Geburten bei minderjährigen Müttern in Deutschland konstant bei etwa 5000 jährlich und auch im internationalen Vergleich relativ niedrig liegt

Geburtenraten minderjähriger Mädchen in Europa. Trends und Determinanten

Zwei Drittel aller europäischen Länder erlebten zwischen 1990 und 2003 einen Rückgang der Geburten minderjähriger Mütter, allerdings liegen die Raten in den weniger entwickelten Regionen immer noch deutlich höher als in Westeuropa. Der Autor analysiert sozioökonomische und andere Faktoren, die für frühe Schwangerschaften ursächlich sind, und resümiert: „Sehr häufig haben ungewollte Schwangerschaften und durch sexuelle Kontakte entstandene Gesundheitsrisiken bei Minderjährigen mit sozialer Ungleichheit und Armut zu tun." Er weist auch auf die Bedeutung von vertraulichen Beratungsangeboten zur Sexualaufklärung und der Verfügbarkeit sicherer Verhütungsmittel hin.

Geburtenraten minderjähriger Mädchen in Europa: Trends und Determinanten¹

Die meisten aller europäischen Länder erlebten zwischen 1990 und 2008 einen Rückgang der Geburtenraten bei minderjährigen Mädchen, die allerdings in den weniger entwickelten Regionen auch weiterhin deutlich höher blieben als in Westeuropa. Der Autor analysiert sozioökonomische und andere Faktoren, die zu frühen Schwangerschaften führen können, und resümiert: »Sehr häufig sind ungewollte Schwangerschaften und gesundheitliche Risiken durch sexuelle Kontakte bei minderjährigen Mädchen mit sozialer Ungleichheit und Armut verbunden.«

Mädchenarbeit auf dem Weg

Diese neue Expertise zur Situation der Mädchenarbeit in Deutschland führt eine Untersuchung aus dem Jahr 1996 fort. Die Ergebnisse dieser Wiederholungsbefragung geben Aufschluss über inhaltliche Entwicklungen, Trendthemen, aber auch Defizite in diesem Arbeitsfeld

Minderjährige Schwangere in Deutschland
Statistische Daten zu Schwangerschafts­abbrüchen und Geburten

Im Folgenden werden die aktuellen statistischen Daten zu Teenagerschwangerschaften in Deutschland vorgestellt. Aufgrund der Ergebnisse der Schwangerschaftsabbruch­statistik und der Geburtenstatistik für die Altersgruppe der 10- bis 18-Jährigen im Zeitverlauf von 2000 bis 2006 zeigt die Autorin Entwicklungen auf, die auch nach Bundesländern aufgeschlüsselt werden.

Minderjährige Schwangere in Deutschland. Statistische Daten zu Schwangerschaftsabbrüchen und Geburten.

Immer wieder wird die Frage nach der Zahl der Schwangerschaften in Deutschland gestellt, insbesondere nach der Zahl der sogenannten Teenagerschwangerschaften. Deshalb gehört dieser Beitrag mit aktuellen Zahlen zur Standardausstattung für neue Veröffentlichungen zu diesem Thema. In der amtlichen Statistik gibt es keine systematische und methodisch einheitliche Erfassung von Schwangerschaften. Rückschlüsse über deren Anzahl sind im Wesentlichen über Ergebnisse aus der Geburtenstatistik und aus der Schwanger schaftsabbruchstatistik möglich.

Schulausbildung und berufliche Qualifizierung für junge Mütter - innovative Kooperationsmodelle aus Bremen

Die Autorinnen stellen zwei Kooperationsprojekte vor, innerhalb derer ein kombiniertes Angebot aus Bildung, Beratung und Kinderbetreuung bereitgestellt wird, um jungen Müttern mit besonderem Förderbedarf den Anschluss an das Schul- und Ausbildungssystem zu ermöglichen

Schwangerschaften Minderjähriger - Hintergründe und beraterische Anforderungen

Die Autorinnen benennen zahlreiche Gründe für Schwangerschaften bei Minderjährigen und setzen sich kritisch mit der These auseinander, eine allgemein vorverlagerte Geschlechtsreife führte zu früheren sexuellen Erfahrungen und sei damit auch für die Zunahme von Teenager-Schwangerschaften besonders relevant. Sie erläutern Beratungskonzepte und formulieren Anforderungen für die Bereiche Politik und Prävention

Schwangerschaftsabbrüche und Geburten minderjähriger Schwangerer - die amtliche Statistik

Wie die statistischen Kenntnisse über minderjährige Schwangere ermittelt werden und welche Aussagekraft sie haben, wird in diesem Beitrag aus dem Statistischen Bundesamt beschrieben. Anhand der dargestellten Berechnungsmethoden wird nicht zuletzt deutlich, wie sorgsam die ermittelten Daten gelesen und interpretiert werden müssten, um die Diskussion über eine Zunahme minderjähriger Schwangerer auf solider Grundlage zu führen

Sexuelle und reproduktive Gesundheit. Prävention ungewollter Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche in Norwegen

Mortalität und Morbidität von Müttern sind in Norwegen extrem gering. Das Gleiche gilt für die Kindersterblichkeit. Im ganzen Land gibt es zahlreiche, leicht zugängliche und gemeindenahe Angebote der Gesundheitsfürsorge für Mutter und Kind. Die Autorin stellt die norwegischen Strategien zur Prävention ungewollter Teenager­schwanger­schaften und Schwanger­schafts­abbrüche vor.

Teenager-Schwangerschaften in Sachsen - Angebote und Hilfebedarf aus professioneller Sicht

Die Ergebnisse einer Befragung von ExpertInnen, die mit der Betreuung und Beratung von schwangeren Teenagern in Sachsen befasst sind, bestätigen die These, dass ein niedriger Sozial- und Bildungsstatus und die damit einhergehenden verminderten gesellschaftlichen Teilhabechancen bei der Verwirklichung eines Kinderwunsches im Jugendalter eine besondere Rolle spielen

Teenagerschwangerschaften in Deutschland
Studienergebnisse zu Risikofaktoren und Verhütungsfehlern bei Schwangerschaften minderjähriger Frauen

In dieser Studie der pro familia wurden rund 1800 minderjährige Frauen, die eine Schwangerschafts- oder Schwangerschaftskonfliktberatung in Anspruch genommen haben, nach ihrer sozialen und persönlichen Lebenssituation und den Umständen ihrer Konzeption befragt.

Teenagerschwangerschaften in Island

In den vergangenen Jahrzehnten sanken zwar die Schwangerschaftsraten bei isländischen Jugendlichen, sie sind aber im Vergleich mit den anderen nordischen Ländern noch immer die höchsten. Im Rahmen einer allgemeinen „Geburtenfreudigkeit" stoßen Teenagerschwangerschaften in der isländischen Gesellschaft auf große Akzeptanz, andererseits regen sich immer häufiger auch kritische Stimmen. Drei erklärende Faktoren für die vergleichsweise höheren Schwangerschaftsraten in Island werden beschrieben: der kulturelle Kontext, die frühen sexuellen Erfahrungen und der Mangel an altersgerechter Sexualberatung.

Ungestillte Sehnsucht nach Schwangerschaft und Mutterschaft?

Die Autorin dieses Beitrags kritisiert, dass das Thema der Teenager Schwangerschaften in der Beratungsarbeit fast ausschließlich problemorientiert bearbeitet wird. Bei ihrer Arbeit mit jungen Aussiedlerinnen entdeckt sie eine Sehnsucht nach Schwangerschaft und Mutterschaft, der allgemein in der Sexualpädagogik mehr Beachtung geschenkt werden sollte

„Also für mich hat sich einiges verändert ... eigentlich mein ganzes Leben."

Die Autorinnen berichten aus dem Bremer Forschungsprojekt MOSAIK über den Zusammenhang von Teenager-Schwangerschaften und sozialen Risikolagen. Sie verweisen auf die Notwendigkeit einer besonderen institutionellen Förderung junger Mütter, um ihnen die Entwicklung und Umsetzung eigenständiger Lebensperspektiven zu ermöglichen

„Schwanger unter 18"
Ein neues Internetangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Im November 2007 geht der Informationskanal „Schwanger unter 18" online. Er ist gedacht für minderjährige Schwangere, Mütter, Väter und Paare mit Kind und entspricht in Form und Stil dem Rezeptionsverhalten von Jugendlichen. Die Autorinnen erläutern die Hintergründe für dieses Angebot und stellen die Bausteine des Programms detailliert vor.

„Sie ist doch selber noch ein halbes Kind ..."

In einem empirischen Forschungsprojekt wurde nach den schulischen und beruflichen Perspektiven sowie den privaten Lebensentwürfen junger Mütter gefragt. Das Erleben der eigenen Sexualität, Sexualwissen und Verhütungsverhalten und auch die Motive und Perspektiven der Väter sind Teil dieser Untersuchung, die zu einer realitätsnahen Beratung und Betreuung jugendlicher Schwangerer und Mütter beitragen soll