Alleinerziehende mit besonderem Unterstützungsbedarf

Aus der Praxis eines Verbandes, des Sozialdienstes katholischer Frauen, berichtet die Autorin dieses Artikels anhand vieler Beispiele. Sie definiert Gruppen Allein erziehender, die besonderer Unterstützung bedürfen, benennt Risikofaktoren, die in ihrem Zusammenwirken häufig zu Notlagen führen und zeigt, auf welche Weise geholfen werden kann und sollte.

Asylbewerberinnen und Flüchtlingsfrauen in der Europäischen Union: Rechte auf sexuelle und reproduktive Gesundheit noch immer unzureichend verwirklicht

Die Autorinnen thematisieren, dass Asylbewerberinnen und Flüchtlingsfrauen in der Europäischen Union einen unterschiedlichen rechtlichen Status und damit auch nicht dieselben Ansprüche auf Gesundheitsversorgung besitzen. Nur wenige Länder ermöglichen Asylbewerberinnen ungehinderten Zugang zu den Diensten im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit

Beratungsarbeit mit jungen nicht deutschen Frauen und Migrantinnen
in Schwangerenberatungsstellen¹

In großstädtischen Ballungsgebieten sind die Beraterinnen in Schwangerschaftsberatungsstellen durchschnittlich mit Frauen aus 30 bis 50 verschiedenen Nationen mit je eigenen Problemlagen konfrontiert, die durch den kulturellen Hintergrund mit bestimmt sind. Hiervon handelt dieser Bericht, in dem folgerichtig auch Grenzen der Beratungsarbeit und Bedarfe thematisiert werden

Besondere Bedürfnisse von Migrantinnen, Migranten und ethnischen Minderheiten in Europa hinsichtlich Prävention, Behandlung und Unterstützung bei HIV

Das europaweite Vernetzungsprojekt Aids & Mobility Europe (A&M) ermöglicht den Austausch von Kenntnissen und Informationen zum Thema Migration, Bevölkerungsmobilität und HIV in Europa. Aktivitäten in den Bereichen Prävention, Behandlung und Unterstützung können durch den direkten Know-how-Transfer über Ländergrenzen hinweg verbessert und in ihrer Effektivität gesteigert werden

Migration - ein weiterer Risikofaktor in der Schwangerschaft?

Studien zufolge scheinen Ausländerinnen, vor allem nicht europäischer Herkunft, besonderen Risiken in der Schwangerschaft ausgesetzt zu sein; zugleich nehmen sie deutlich seltener als deutsche Frauen Vorsorgeangebote in Anspruch. In einem Forschungsprojekt am Klinikum Nürnberg Süd wurden Defizite der Versorgung schwangerer Migrantinnen systematisch über fünf Jahre untersucht und darüber hinaus in einem Modellprojekt muttersprachliche Vorsorgeangebote mit großem Erfolg erprobt

Migrations- und kultursensible Schwangerschaftsberatung – eine Aufgabe der Institutionellen Beratung

Die vielfältigen kulturellen Bedeutungen von Schwangerschaft und Familiengründung sollten für Schwangerschaftsberaterinnen und -berater bekannt sein und reflektiert werden. Die Entwicklung und Verbreitung von Fortbildungsmaßnahmen, denen ein dynamischer Kulturbegriff zugrunde liegt, ist daher eine wichtige Voraussetzung für eine migrations- und kultursensible Institutionelle Beratung.

Mutterschaft und Mutterbilder. Migrantinnen im Spannungsfeld der Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Welche Vorstellungen von Mütterlichkeit und welche Einstellungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben Frauen mit türkischem Migrationshintergrund und Spätaussiedlerinnen im Vergleich zu (west-)deutschen Frauen? Die Autorinnen entdecken positiv konnotierte, flexible Konzepte von Mutterschaft und beeindruckende Beispiele einer »nicht-westlichen Modernität«.

Sexuelle Normen und Erfahrungen mit sexueller Aufklärung von jungen Frauen mit Migrationshintergrund¹

Die Autorinnen haben in einer umfangreichen Studie 950 junge Frauen griechischer, italienischer, serbischer, bosnischer und türkischer Herkunft nach ihren Einstellungen und ihrem Wissen zur Sexualität und den für ihre Sexualaufklärung relevanten Personen, Institutionen und Medien befragt. Am Ende dieses Beitrags stehen Empfehlungen für eine interkulturelle Ausrichtung der Sexualerziehung.

Wann wird die Ausnahme zur Normalität?
Alleinerziehende und andere Minderheiten

Die Autorin umreißt die strukturell bedingten Problemlagen und das Selbstverständnis Alleinerziehender aus Sicht des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV). Sie plädiert für eine gleichstellungsorientierte Politik, die die Probleme nicht bei den Alleinerziehenden sucht und die vor allem vom Wohl der Kinder ausgeht und ihnen in allen Lebensformen gleiche Chancen einräumt.

Wissen und Verhalten türkischer Migrantinnen in Bezug auf Sexualität und Verhütung

Frauen aus der Türkei verhüten anders: Im Vergleich zu deutschen Frauen ist bei ihnen der Coitus interruptus weit verbreitet. Auch werden sie durch Print­medien wie Zeitschriften, Broschüren und Bücher zum Thema Verhütung kaum erreicht; der Arzt oder die Ärztin ist ihr wichtigster Ansprechpartner bzw. ihre wichtigste Ansprechpartnerin. Die Gynäkologin Emine Yüksel hat 200 ihrer türkischen Patientinnen befragt und stellt im Folgenden ihre Ergebnisse vor