Gesellschaft in den Leib geschrieben - Körper und Sexualität in der Adoleszenz junger Frauen

Dieser Bericht basiert auf einer tiefenhermeneutischen Auswertung von 20 Interviews mit Mädchen und jungen Frauen, ergänzt durch Interviews mit Müttern und Vätern. Er zeigt, wie in der Adoleszenz gesellschaftliche Geschlechterbilder durch die Interaktion in der Familie auf die Selbstwahrnehmung und das Körperbewusstsein der Töchter Einfluss nehmen

Jugendsexualität und Behinderung.
Ergebnisse einer Befragung von behinderten und nicht behinderten Mädchen in Sachsen

Kommunikation über Sexualität, Verhütungsverhalten, Körperbild, sexuelle Erfahrungen und das Erleben sexualisierter Gewalt – im Rahmen einer Studie, deren Fragen sich an den Jugendsexualitätsstudien der BZgA orientieren, wurde in Sachsen über Jugendliche mit Behinderung geforscht. Hier werden die Daten für die Mädchen zusammengefasst.

Mädchen - Expertinnen in eigener Sache

Die BZgA stellt zur Zeit eine neue Broschüre für GynäkologInnen fertig, in der eine effektive Kommunikation und damit die Beziehung zu jungen Patientinnen im Mittelpunkt steht. Sofern es Arzt oder Ärztin gelingt, so die Ausgangsthese, im Gespräch mit den Mädchen auch deren indirekte Botschaften zu verstehen, kann diese Beziehungsebene eine wichtige Ressource für Mädchengesundheit sein

Mädchen und Pornografie

Der Beitrag geht der Frage nach, wie interessiert Mädchen an Pornografie sind, wie sie in Kontakt kommen, welche Erfahrungen sie mit Pornografie machen und welche Bedeutung sie ihr beimessen. Das Forschungsinteresse gilt auch dem Einfluss von Pornoprodukten auf die eigene Lust und Sexualität der Mädchen.

Mädchen und Selbstbefriedigung. Geschlechterunterschiede in Verbreitung, Frequenz und Einstellungen zur Masturbation

»Selbstbefriedigung ist die sexuelle Praktik, bei der sich immer noch massive Unterschiede zwischen den Geschlechtern finden lassen.« Welche Einstellungen und Erfahrungen Mädchen zwischen 16 und 19 Jahren in Bezug auf Masturbation haben, wurde im Rahmen einer Studie des Instituts für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf erkundet, auf der auch die beiden nachfolgenden Artikel basieren.

Sexuelle Interaktionen von Mädchen im Web 2.0

Die Autorin untersucht die sexualbezogene Internetnutzung von Mädchen, zu der es bisher kaum Forschungsergebnisse gibt. Partnersuche im Netz, der Umgang mit dem eigenen erotischen Bild, Cybersex und sexuelle Belästigung kommen zur Sprache.

Sinn und Sinnlichkeit.1
Über die Bedeutung von Körpererfahrungen und Körperkonzepten für die feministische Mädchenarbeit

Die Autorin konstatiert eine starke Problemorientierung in der Mädchenarbeit und bringt Aspekte wie die Vitalität von Mädchen, den »Körper als Ort von Erkenntnis« und nicht zuletzt eine »Kultur des Innehaltens« in die Debatte um Konzepte feministischer Mädchenarbeit ein.

Starke Mädchen verändern die Welt

Mädchen und junge Frauen werden weltweit vielfach nur aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt und diskriminiert. Sie haben eine niedrigere gesellschaftliche Stellung, können ihre Rechte nicht gleichermaßen wahrnehmen und erfahren eine geringere Wertschätzung als Jungen und Männer. Sie sind öfter von sexualisierter Gewalt betrof-
fen, gehen seltener zur Schule und werden früh verheiratet. Das Kinderhilfswerk Plan setzt sich dafür ein, dass Mädchen und Jungen ihre Rechte gleichermaßen wahrnehmen und ein selbstbestimmtes Leben führen können. Dabei wird ein besonderer Fokus auf benachteiligte Mädchen gelegt.

Unsicheres Verhütungsverhalten junger Mädchen Eine Sekundäranalyse der Studie Jugendsexualität 2001

In dieser Sekundäranalyse wurde versucht, die Gruppe derjenigen Mädchen, die selbst angeben, nicht immer genau auf Verhütung zu achten und die aus diesem Grund potenziell als „schwangerschaftsgefährdet" gelten können, näher zu beschreiben. Es zeigen sich unter anderem Korrelationen hinsichtlich Alter, Familiensituation und religiösen Einstellungen

Zur Bedeutung von Sozialräumen in der weiblichen Adoleszenz – Konsequenzen für die Soziale Arbeit mit Mädchen 1

Mädchen müssen in ihrer Sozialisation komplexe und widersprüchliche biografische Konstruktionsleistungen im Hinblick auf ihr Geschlecht erbringen, die hier als sozialräumliche Bildungsprozesse beschrieben werden. Die Autorin formuliert Konsequenzen und Perspektiven für die Mädchenarbeit.

„Sie ist doch selber noch ein halbes Kind ..."

In einem empirischen Forschungsprojekt wurde nach den schulischen und beruflichen Perspektiven sowie den privaten Lebensentwürfen junger Mütter gefragt. Das Erleben der eigenen Sexualität, Sexualwissen und Verhütungsverhalten und auch die Motive und Perspektiven der Väter sind Teil dieser Untersuchung, die zu einer realitätsnahen Beratung und Betreuung jugendlicher Schwangerer und Mütter beitragen soll

»Alles cool!« Weiblichkeitsvorstellungen und Lebensperspektiven von Mädchen

Die Autorin entlarvt sogenannte moderne Mädchenbilder als eine schlichte Addition: Mädchen behalten ihre tradierten Zuschreibungen und erhalten noch einige der Jungen hinzu, etwa stark und cool zu sein. Eine wirkliche Neuordnung der Geschlechterrollen sei noch nicht verwirklicht und Gleichberechtigung für Mädchen heute »eher ein Lebensgefühl und nicht Realität«. Weil sich dieses Lebensgefühl eher aus Deklarationen und Umdeutungen denn aus realen und grundlegenden Veränderungen speist, definiert sie offene Aufgaben für die Gleichstellungspolitik.