Braucht die Jugendhilfe Gender Mainstreaming?

Der Autor dieses Beitrags hinterfragt die neue geschlechterpolitische Strategie in ihrer Bedeutung für die Jugendhilfe und insbesondere die Jungenarbeit. Er plädiert für Gender Mainstreaming als Querschnittaufgabe und diskutiert ihre Gefahren und Chancen

Coole Kerle, süße Jungs...

Im Juni 1996 fand unter dem Titel „Coole Kerle, süße Jungs“ eine Fachtagung zur Jungenarbeit im Saarland statt. Rund 60 teilnehmende Männer und Frauen diskutierten in vier Workshops, deren Themen hier vorgestellt werden

Echte Kerle haben (keine) Angst vor Schwulen!
Wie die Jungenarbeit auf die verbreitete Aggression dem Schwulsein gegenüber reagieren kann

Homosexualität ist ein wichtiger Bestandteil der Jungenarbeit, umso mehr als Studien eine noch immer verbreitete Aversion und Aggression vieler Jugendlicher dem Schwulsein gegenüber belegen. Was Pädagogen und Pädagoginnen gegen diesen Trend tun können, ist Gegenstand des Artikels von Stefan Timmermanns.

Fair_play 1 : Ein Projekt setzt neue Zeichen in der Geschlechterpädagogik

Warum erscheint in einem Heft zum Thema »Jungen« die Dokumentation eines Kooperationsprojekts von Mädchen- und Jungenarbeit? Sollte es – nach dem FORUM-Schwerpunkt »Mädchen« (3/2012) – hier nicht explizit um Jungen gehen? Ganz richtig! Es soll um Jungen gehen und es geht hier auch um Jungen, denn: Neben der Jungenarbeit und in Verbindung mit ihr braucht es auch gemischtgeschlechtliche geschlechtsbewusste Ansätze, es braucht die Zusammenarbeit zwischen Jungen- und Mädchenarbeit und zwischen Kollegen und Kolleginnen, um Jungen (und Mädchen) gerecht zu werden. Insofern zeigt die folgende Projektvorstellung sowohl wie Jungen angemessen gefördert werden können als auch wie dies für Mädchen gelingen kann. Und Jugendlichen aller Geschlechter werden wir in der Pädagogik und Sozialen Arbeit nur dann adäquat begegnen können, wenn wir Jungen- und Mädchenfragen miteinander verbinden.

Jungen und Behinderungserfahrungen 1

Dieser Beitrag versucht, den Aspekt der Behinderung, Beeinträchtigung bzw. des Unterstützungsbedarfs im Rahmen von Jungenwelten zu betrachten, vorhandene Grenzziehungen zwischen NORMalität und Behinderung zu thematisieren sowie Zugänge zu einer inklusiven Jungenarbeit zu beschreiben.

Jungenarbeit heißt nicht einfach, neue Programme zu entwerfen

Uwe Sielert führt aus, wie sich in den letzten Jahren einerseits „aktionistische Notprogramme zur Rettung des alten Männerbildes“, andererseits eine Reihe von Ansätzen einer neuen „antisexistischen“, „reflektierten“, „kritischen“ Jungenarbeit herausgebildet haben und wofür die Begrifflichkeiten jeweils stehen. Von einem maßgebenden neuen männlichen Leitbild, so sein Fazit, ist die Jungenarbeit weit entfernt und muss es sogar sein. Junge brauchen vielmehr viele verschiedne reale Männer zur Orientierung

Jungenarbeit Rheinland-Pfalz/Saarland Ein länder- und trägerübergreifendes Modellprojekt

Die Projektleiter des trägerübergreifenden Modellprojekts "Jungenarbeit Rheinland-Pfalz/Saarland" stellen die Hintergründe, Konzeption, Erfahrungen und Perspektiven ihrer Arbeit in einem ausführlichen Beitrag vor

Jungenpolitik und Jungenarbeit

»Ziel von Jungenpolitik ist es, strukturelle geschlechtsbezogene Bedingungen des Jungeseins positiv zu beeinflussen und die Lebenslagen von Jungen zu verbessern.« Inwieweit bereits jungenpolitische Konzepte entwickelt und umgesetzt werden und welche Positionen und Themen in Jungenpolitik und Jungenarbeit von Bedeutung sind, schildert Reinhard Winter im folgenden Beitrag.

Kein Anschluss unter dieser Nummer - Jungen und ihr Körper

Vor allem hohe männliche Rollenanforderungen führen dazu, dass sich kleine Jungen in ihrem Körper weniger zu Hause fühlen als Mädchen und zugleich ein risikoreicheres Verhalten aufzeigen - eine ungute Allianz, wie Rainer Neutzling anhand von Krankheits- und Unfallstatistiken belegt. Er zeigt, welche spezifischen Sehnsüchte Jungen an ihren Körper richten und wie sich ihr Körperbewusstsein von dem der Mädchen unterscheidet

Kein Nischendasein mehr, aber auch nicht selbstverständlich – Jungenarbeit in Deutschland

Eine Bilanz nach rund zehn Jahren Jungenarbeit zieht Uwe Sielert, der bereits 1996 im FORUM über die Anfänge und Perspektiven der Jungenarbeit berichtet hatte. Eine beachtliche Anzahl von Projekten und Veranstaltungen dokumentiert mittlerweile die Bedeutung dieses Arbeitsfeldes, das als »Qualitätsmerkmal in der Jugendhilfelandschaft« gesehen werden muss. Aber auch politische Hürden und anstehende Aufgaben kommen zur Sprache.

Projekt Jungenarbeit Rheinland-Pfalz/Saarland

Hier werden Ziele und Ergebnisse des Projekts "Jungenarbeit Rheinland-Pfalz/Saarland" präsentiert. Die Autoren skizzieren eine Perspektive für die Jungenarbeit in beiden Bundesländern

Sexualpädagogische Jungenarbeit in der Heimerziehung Ein Projekt und eine Arbeitshilfe für die Praxis

In dem Projekt „Sexualpädagogische Jungenarbeit in der Heimerziehung“, eine Kooperation der Fachstelle Jungenarbeit Rheinland-Pfalz/Saarland mit dem Diakonischen Werk an der Saar, werden rund 200 Jungen pädagogisch begleitet. Das Projekt selbst und die Arbeitshilfe, die daraus entstanden ist, werden vorgestellt.

Vom Jungen zum Mann - Neue Wege der Jungensozialisation

Im November 1995 fand eine große Fachtagung zur Jungenarbeit in Hamburg statt. An dieser Stelle werden die Inhalte der Vorträge und Workshops in aller Kürze vorgestellt