Actionorientiert und wissbegierig – jungenspezifische Mediennutzung

Welcher Medien sich Jungen bevorzugt bedienen und mit welchem Interesse sie dies tun, ist Gegenstand dieses Beitrages, der auf aktuellen Daten aus Wiederholungsbefragungen zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen basiert. Neben dem Geschlecht bezieht die Autorin auch soziale Faktoren in ihre Analyse ein.

Echte Kerle haben (keine) Angst vor Schwulen!
Wie die Jungenarbeit auf die verbreitete Aggression dem Schwulsein gegenüber reagieren kann

Homosexualität ist ein wichtiger Bestandteil der Jungenarbeit, umso mehr als Studien eine noch immer verbreitete Aversion und Aggression vieler Jugendlicher dem Schwulsein gegenüber belegen. Was Pädagogen und Pädagoginnen gegen diesen Trend tun können, ist Gegenstand des Artikels von Stefan Timmermanns.

Ein Mann, (k)ein Wort?

Reinhard Winter berichtet über seine Recherche in Literatur und Forschung zu den Themen Gesundheitsprobleme, Sexualaufklärung und Beratung von Jungen. Neben konkreten Krankheitsbildern ist es vor allem der Aspekt der kommunikativen Kompetenz von Jungen, den er ausführlich behandelt

Evaluation der Broschüre „Wie geht's - wie steht's?"

Die Broschüre „Wie geht's – wie steht's?“ ist ein Medium für junge Männer über den männlichen Körper und die männliche Sexualität. Der Autor stellt die bei der Evaluation der Broschüre angewandte Methode der psychologischen Wirkungsanalyse sowie die wichtigsten Ergebnisse im Überblick vor.

Fair_play 1 : Ein Projekt setzt neue Zeichen in der Geschlechterpädagogik

Warum erscheint in einem Heft zum Thema »Jungen« die Dokumentation eines Kooperationsprojekts von Mädchen- und Jungenarbeit? Sollte es – nach dem FORUM-Schwerpunkt »Mädchen« (3/2012) – hier nicht explizit um Jungen gehen? Ganz richtig! Es soll um Jungen gehen und es geht hier auch um Jungen, denn: Neben der Jungenarbeit und in Verbindung mit ihr braucht es auch gemischtgeschlechtliche geschlechtsbewusste Ansätze, es braucht die Zusammenarbeit zwischen Jungen- und Mädchenarbeit und zwischen Kollegen und Kolleginnen, um Jungen (und Mädchen) gerecht zu werden. Insofern zeigt die folgende Projektvorstellung sowohl wie Jungen angemessen gefördert werden können als auch wie dies für Mädchen gelingen kann. Und Jugendlichen aller Geschlechter werden wir in der Pädagogik und Sozialen Arbeit nur dann adäquat begegnen können, wenn wir Jungen- und Mädchenfragen miteinander verbinden.

Interkulturelle Jungenarbeit – Praxis, Ziele und professionelle Haltung

Interkulturelle Jungenarbeit sollte Jungen Räume eröffnen, in denen sie ihre individuellen Fähigkeiten und Ressourcen erfahren, ihre Interessen erkennen können und auch ihre Grenzen definieren lernen. Seitens der Pädagogen sind hierfür Empathie und Neugier, Authentizität und Offenheit bedeutsamer als das Ansammeln von Wissen über das vermeintlich Fremde.

Jedes Kind braucht einen Vater (auch wenn er nicht da ist)

Was Jungen und Mädchen zur Entwicklung ihrer Geschlechtsidentität von Männern brauchen, was das für alleinerziehende Mütter bedeutet1 und was getrennt lebende Väter und Mütter für sich und die Kinder tun können, sofern es ihnen gelingt, die Ebene der Schuldzuweisungen zu verlassen, beschreibt Rainer Neutzling in seinem Artikel.

Jungen auf traditionellen und neuen Wegen. Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Pilotprojekts Neue Wege für Jungs

Durch das Projekt Neue Wege für Jungs sollen Jungen neue berufliche Perspektiven insbesondere in Sozial-, Pflege-, Erziehungs- und Dienstleistungsberufen aufgezeigt werden. Der Beitrag informiert über die Ergebnisse der Begleitforschung.

Jungen und Behinderungserfahrungen 1

Dieser Beitrag versucht, den Aspekt der Behinderung, Beeinträchtigung bzw. des Unterstützungsbedarfs im Rahmen von Jungenwelten zu betrachten, vorhandene Grenzziehungen zwischen NORMalität und Behinderung zu thematisieren sowie Zugänge zu einer inklusiven Jungenarbeit zu beschreiben.

Jungen und Pornografie

Wie konsumieren Jungen Pornografie und wie gehen sie mit den bereitstehenden pornografischen Bildern um? Wie beeinflussen sich virtuelle und reale Welten?

Intensiviert Pornografie das Masturbationsverhalten? Beeinflusst sie Einstellungen der Jungen zu Mädchen und Frauen und somit das Geschlechterverhältnis? Nachdem in FORUM 3/2012 Mädchen und ihr Umgang mit Pornografie eines der Themen war, beantwortet Silja Matthiesen nun zentrale Fragen in Bezug auf adoleszente Jungen.

Jungen zwischen tradierten Männerbildern und neuen Herausforderungen. Erfahrungen aus dem Beirat Jungenpolitik

Was bedeutet es heute, ein Junge zu sein? Dieser Beitrag befasst sich mit der Arbeit des Beirats für Jungenpolitik, der seit mehr als zwei Jahren Ergebnisse der Jungenforschung auswertet, Leitbilder analysiert und deren Wandel und Wirksamkeit im Alltag von Jungen untersucht.

Jungen – Schule – sexuelle Bildung. Jungen in der schulischen Sexualerziehung

Der Autor erteilt der schulischen Sexualerziehung die Note »mangelhaft« und mahnt die Verantwortlichkeit der Lehrenden an, wenn es darum geht, die Jungen ins Boot zu holen. Jungen bringen Kenntnisse und ein großes Interesse an sexuellen Themen mit, die aufgrund ihrer mitunter provozierenden Ausdrucksweise viel zu oft unbeachtet bleiben.

Jungenpolitik und Jungenarbeit

»Ziel von Jungenpolitik ist es, strukturelle geschlechtsbezogene Bedingungen des Jungeseins positiv zu beeinflussen und die Lebenslagen von Jungen zu verbessern.« Inwieweit bereits jungenpolitische Konzepte entwickelt und umgesetzt werden und welche Positionen und Themen in Jungenpolitik und Jungenarbeit von Bedeutung sind, schildert Reinhard Winter im folgenden Beitrag.

Kein Anschluss unter dieser Nummer - Jungen und ihr Körper

Vor allem hohe männliche Rollenanforderungen führen dazu, dass sich kleine Jungen in ihrem Körper weniger zu Hause fühlen als Mädchen und zugleich ein risikoreicheres Verhalten aufzeigen - eine ungute Allianz, wie Rainer Neutzling anhand von Krankheits- und Unfallstatistiken belegt. Er zeigt, welche spezifischen Sehnsüchte Jungen an ihren Körper richten und wie sich ihr Körperbewusstsein von dem der Mädchen unterscheidet

Kein Nischendasein mehr, aber auch nicht selbstverständlich – Jungenarbeit in Deutschland

Eine Bilanz nach rund zehn Jahren Jungenarbeit zieht Uwe Sielert, der bereits 1996 im FORUM über die Anfänge und Perspektiven der Jungenarbeit berichtet hatte. Eine beachtliche Anzahl von Projekten und Veranstaltungen dokumentiert mittlerweile die Bedeutung dieses Arbeitsfeldes, das als »Qualitätsmerkmal in der Jugendhilfelandschaft« gesehen werden muss. Aber auch politische Hürden und anstehende Aufgaben kommen zur Sprache.

Männer in Kitas

»Unsere Anliegen sind (geschlechtliche) Gleichstellung, mehr Professionalität durch mehr Vielfalt in Kitas und mehr männliche Fachkräfte für Jungen wie Mädchen.« Mit diesem Satz fassen die Akteure des ambitionierten Projekts »Mehr Männer in Kitas« ihre Ziele zusammen. Das Projekt und seine zugrunde liegenden Positionen werden im Folgenden dargestellt.

Männliche Jugendkulturen

Klaus Farin zufolge suchen Jugendliche Orientierung, Spaß und Gemeinschaft in ihren Jugendkulturen, die eigentlich »Jungenkulturen« sind. Am Beispiel von Gothics, Hooligans und Neonazis analysiert er, wie dort jeweils Männlichkeit inszeniert wird und inwiefern Macht und Gewalt eine Rolle spielen.

Sehnsucht nach Wärme in kalten Zeiten.
Forschungsergebnisse und Betrachtungen zur Lebenssituation schwuler Jugendlicher in Deutschland

Erfahrungen mit dem Coming-out und die weitere psychosexuelle Entwicklung homosexueller Jungen sind Gegenstand einer Expertise und einer für diesen Beitrag durchgeführten Befragung des Autors, deren Ergebnisse im Folgenden zusammengefasst werden.

Transkulturelle Jungenarbeit.
Wie kompetentes Handeln in der Einwanderungsgesellschaft Jungen erreicht

Konzepte, die sich auf interkulturelle Kompetenzen stützen, greifen zu kurz, so die These des Autors Olaf Jantz. Er begründet hier, warum der Bezug auf Transkulturalität für eine zukunftsfähige Praxis der Jungenarbeit von großer Bedeutung ist.

Vom Jungen zum Mann - Neue Wege der Jungensozialisation

Im November 1995 fand eine große Fachtagung zur Jungenarbeit in Hamburg statt. An dieser Stelle werden die Inhalte der Vorträge und Workshops in aller Kürze vorgestellt