Deutschland - eine „unaufgeklärte Nation"?

Der Autor greift einen Spiegel-Artikel vom September 2002 auf, in dem der Erfolg der Aufklärungskampagnen der vergangenen Jahre stark in Zweifel gezogen wird. Diese Kritik basiert allerdings, wie er zeigt, auf einem unseriösen Umgang mit empirischen Daten zur Jugendsexualität. Am Ende werden Folgerungen für aktuelle Aufgaben einer emanzipatorischen Sexualpädagogik formuliert.

Jugendsexualität

Die neuesten Ergebnisse der fünften repräsentativen Wiederholungsbefragung der BZgA zum Thema „Jugendsexualität“ liefert unter anderem Informationen über Sexualaufklärung, Sexualerziehung und Verhütungsverhalten 14- bis 17-jähriger Jugendlicher.

Jugendsexualität in Deutschland 2010 – Schwerpunkt Migration
Ergebnisse einer repräsentativen Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Seit fast 30 Jahren analysiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Einstellungen und Verhaltensweisen von 14- bis 17-jährigen Jugendlichen in Bezug auf Aufklärung, Sexualität und Verhütung. Die aktuelle Studie ist die siebte Wiederholungsbefragung.¹

Jugendsexualität und Behinderung.
Ergebnisse einer Befragung von behinderten und nicht behinderten Mädchen in Sachsen

Kommunikation über Sexualität, Verhütungsverhalten, Körperbild, sexuelle Erfahrungen und das Erleben sexualisierter Gewalt – im Rahmen einer Studie, deren Fragen sich an den Jugendsexualitätsstudien der BZgA orientieren, wurde in Sachsen über Jugendliche mit Behinderung geforscht. Hier werden die Daten für die Mädchen zusammengefasst.

Kondomnutzung als Schutz vor HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) bei Jugendlichen in Deutschland

Jugendliche verwenden Kondome nicht nur zur Verhütung von ungewollten Schwangerschaften, sondern auch zur Vermeidung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Anhand der Daten der Studie »Aids im öffentlichen Bewusstsein« werden das Wissen, die Einstellungen und das Kondomnutzungsverhalten der 16- bis 20-Jährigen in Deutschland dargestellt.

Körperbewusstsein von Jugendlichen

Die BZgA hat repräsentative Daten zum Körperbewusstsein Jugendlicher erheben lassen, die hier erstmals veröffentlicht werden. Faktoren wie Geschlecht, Alter und Lebensumstände der 14- bis 17-Jährigen werden zu deren Körperempfinden und Einstellungen dem Körper gegenüber in Beziehung gesetzt

Miteinander gehen – Paarbeziehungen Jugendlicher

»Wie soll ich ihr sagen, dass ich sie liebe?«, »Ich brauche einfach mehr Freiheit!«, »Ich weiß nicht, ob ich mit ihm schlafen soll.« – ein kurzer Blick in das Online-Angebot der Zeitschrift Bravo zeigt deutlich, dass Liebe, Sexualität und Partnerschaft eine sehr wichtige Rolle im Leben von Jugendlichen einnehmen, aber auch mit einigen Unsicherheiten und Risiken verbunden sind. Aktuelle bundesdeutsche Daten belegen beispielsweise, dass immer mehr Jugendliche ihren ersten Geschlechtsverkehr relativ früh erleben und dass insbesondere die Jüngeren unter ihnen häufiger unge?plant den ersten Geschlechtsverkehr haben (BZgA 2006). Dieser Beitrag beschäftigt sich mit Besonderheiten von Liebesbeziehungen im Jugendalter: mit ihrer Entwicklung, ihrem Problempotenzial und den Unterschieden zu Partnerschaften Erwachsener.

Sexualität und Verhütung '98
Erste Ergebnisse der Repräsentativstudie „Jugendsexualität '98"

Erste Ergebnisse der Wiederholungsbefragung „Jugendsexualität '98“ geben Aufschluss über die Rolle der Eltern bei der Sexualaufklärung sowie das Sexual- und Verhütungsverhalten der 14- bis 17-jährigen Jugendlichen

Sexualpädagogik und Jugendkulturen

Eingangs berichten wir über eine Fachtagung der pro familia zum Thema Jugendkulturen, die im Dezember 2001 in Dresden stattfand. Neben Beiträgen zur Relevanz der Jugendkulturforschung für die Sexualpädagogik gibt es Informationen über den Workshop „Familienplanung in der Sexualpädagogik“ sowie über eine Bewertung von Internet-Angeboten zur Sexualaufklärung durch Dresdener Schüler.

Von der Wollust zur Wohllust.

Der Sexualforscher Volkmar Sigusch widmet sich der Frage nach dem Bedeutungswandel der Sexualität bei Jugendlichen und skizziert sein Modell der „Lean Sexuality“, für die Selbstdisziplin und Selbstoptimierung charakteristisch sind.

„Ein Kuss ist nur ein Kuss"

Der Hamburger Sexualwissenschaftler Gunter Schmidt äußert sich in einem Interview ausführlich über die veränderte Bedeutung der Sexualität, die mehr und mehr zur „Verhandlungssache“ wird, Gender und die Rolle der Medien bei der Suche nach sexueller Identität

„Streß mit der Liebe" am Kinder- und Jugendtelefon

Welche Probleme Jugendliche am Kinder- und Jugendtelefon besprechen möchten, wie alt diese Jungen und Mädchen sind und wie sich die Anrufzahlen entwickelt haben, ist Gegenstand dieses Beitrages, der auch über die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Auskunft gibt