Das Problem sind die Menschen, und nicht das Transportmedium. Eine Stellungnahme zum Thema „Jugendschutz und Neue Medien"

Sollte, muss und kann der Jugendschutz innerhalb der neuen, scheinbar unreglementierten Kommunikationssysteme durch staatliche Maßnahmen oder pädagogische Intervention gestärkt werden? Der Autor vom Chaos Computer Club Hamburg argumentiert, dass eine lückenlose Kontrolle des Internet weder technisch Möglich noch wünschenswert wäre und plädiert für mehr Medienkompetenz, Selbstkontrolle wie die Netiquette und intensive öffentliche Debatten

Die Arbeit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien

Dieser Beitrag umreißt den gesetzlichen Auftrag, die Verfahrensweise, das pädagogische Angebot und die Serviceleistungen der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien

Fantasien der Jungen, Phantasmen der Alten¹

Aufgrund einer Auswertung internationaler Studien zur Wirkung von Pornografie auf Jugendliche widerlegt Gunter Schmidt die These der sexuellen Verwahrlosung durch Pornografiekonsum. Die mediengeschürte Aufregung relativiert er zudem durch historische Bezugnahme: »Schon lange vor dem Internet war unsere Umwelt durch und durch sexualisiert, Sexualreize sind spätestens seit den 1970er-Jahren in den westlichen Gesellschaften omnipräsent (…). Bei Jugendlichen hat das eher zu einem gelassenen Umgang mit Sexualreizen geführt.«

Jugendschutz durch freiwillige Selbstkontrolle und Medienkompetenz

Sexualität und Gewalt spielen im Internet eine weitaus geringere Rolle, als es beispielsweise die Boulevard-Presse glauben machen möchte. Es existieren durchaus angemessene Informations- und Kommunikationsdienst-Gesetze, dazu Maßnahmen der freiwilligen Selbstkontrolle; was fehlt, sind medienpädagogische Maßnahmen, die die Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen nachhaltig stärken

Medienkompetenz und Jugendschutz
Überlegungen zur sexualpädagogischen Arbeit mit Pornografie

Zu den Entwicklungsaufgaben Jugendlicher gehört es, mit sexuellen Medieninhalten umgehen zu lernen. »Es sollte ein Grundprinzip bei der Arbeit mit Pornoprodukten und Erotika sein, Jugendliche als kompetente Rezipienten zu behandeln und ernst zu nehmen«, meint Reiner Wanielik. Um über Werte und Normen debattieren zu können, müssen sich Pädagoginnen und Pädagogen verstärkt mit pornografischen Medienangeboten im Netz auseinandersetzen.

Multimedia ohne Grenzen? Jugendschutz vor der Herausforderung Neuer Medien

In dem Bericht geht es um die Notwendigkeit gesetzlicher Reglementierung für das Internet. Vorgestellt werden das Informations- und Kommunikationsdienst-Gesetz sowie der Mediendienste-Staatsvertrag. Auch Defizite und Schlupflöcher im Bestreben, das Netz besser zu kontrollieren, sind Gegenstand dieses Beitrages.

Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen und Pornografie im Internet

jugendschutz.net wurde 1997 von den Jugendministerien aller Bundesländer gegründet, um relevante Angebote im Internet zu überprüfen und die Einhaltung von Jugendschutzbestimmungen einzufordern. Seine Handlungsfelder, Vorgehensweise und Serviceleistungen werden hier kurz und prägnant vorgestellt.