Idealisiert und vernachlässigt: Jugend 2002

Aus psychologischer Perspektive wird das soziale und kulturelle Umfeld Jugendlicher kritisch begutachtet. Die Autorin skizziert die paradoxen Anforderungen, mit denen sich Jugendliche häufig konfrontiert sehen und problematisiert unter anderem die Rolle der Medien bei der Suche nach Identität und Bindung.

Jugendkulturen heute

Jahrelange Recherchen liegen diesem DIALOG-Beitrag zugrunde, in dem jugendkulturelle Phänomene eingehend beschrieben und analysiert werden. Der Autor setzt sich auch mit den Voraussetzungen für jugendliches Engagement in Gesellschaft und Politik auseinander.

Jugendkulturen und Körpersprache

Für Jugendliche sind Körpersprache und -gestaltung von besonderer Relevanz, um in einer individualisierten Gesellschaft Identität und Gruppenzugehörigkeit zu demonstrieren. Weil in den Arbeitsverhältnissen der Dienstleistungsgesellschaft körperliche Kraft keine Rolle mehr spielt, wird traditionelle Männlichkeit in den überwiegend männlich dominierten Jugendkulturen der Skinheads, Hooligans, Migranten- und Neonazi-Gangs ausgelebt

Männliche Jugendkulturen

Klaus Farin zufolge suchen Jugendliche Orientierung, Spaß und Gemeinschaft in ihren Jugendkulturen, die eigentlich »Jungenkulturen« sind. Am Beispiel von Gothics, Hooligans und Neonazis analysiert er, wie dort jeweils Männlichkeit inszeniert wird und inwiefern Macht und Gewalt eine Rolle spielen.

Neue Hypothesen der Sexualpädagogik im Kontext von Jugendkultur- und Sexualforschung

Die Autorin skizziert Entwicklungsaufgaben im Jugendalter, benennt Identität als zentrales Thema der Jugendlichen und formuliert Thesen zum Verhältnis zwischen Jugendkulturen, Sexualität und Sexualpädagogik.

Peers, Medienwelten und neue Kontaktfigurationen

Im Zentrum stehen Überlegungen zum Wesen einer sich entwickelnden Interaktionsgesellschaft. Der Autor skizziert die steigende Bedeutung von Peergroups innerhalb der Jugendkultur und deren Bezüge zu den „neuen Medienwelten“

Sexualpädagogik und Jugendkulturen

Eingangs berichten wir über eine Fachtagung der pro familia zum Thema Jugendkulturen, die im Dezember 2001 in Dresden stattfand. Neben Beiträgen zur Relevanz der Jugendkulturforschung für die Sexualpädagogik gibt es Informationen über den Workshop „Familienplanung in der Sexualpädagogik“ sowie über eine Bewertung von Internet-Angeboten zur Sexualaufklärung durch Dresdener Schüler.

Von der Wollust zur Wohllust.

Der Sexualforscher Volkmar Sigusch widmet sich der Frage nach dem Bedeutungswandel der Sexualität bei Jugendlichen und skizziert sein Modell der „Lean Sexuality“, für die Selbstdisziplin und Selbstoptimierung charakteristisch sind.